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Die «Länge Christi» in der Malerei

Codifizierung von Authentizität im intermedialen Diskurs

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Anna Boroffka

Ab dem ausgehenden Mittelalter verbreiten sich in Europa großformatige Gemälde der sogenannten Länge Christi. Diese in der kunsthistorischen Forschung bisher kaum beachteten Malereien wurden als Kultbilder verehrt und zeigen Christus in seiner angeblich wahren irdischen Gestalt. Die Arbeit präsentiert erstmals eine komparatistische Analyse und Katalogisierung aller bisher bekannten, zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert entstandenen Gemälde der «Länge Christi».

Das Bildmotiv wird dabei nicht als singuläres Thema der Malerei behandelt, sondern in den größeren Kontext der Verehrung der metrischen Reliquie der Körperlänge Christi eingebunden. Gezeigt wird, wie die aus Jerusalem in den Westen vermittelte Maßreliquie über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren hinweg von unterschiedlichen Medien wie der Buchmalerei, der Druckgrafik, der Architektur, der Malerei oder der Skulptur aufgegriffen und interpretiert wird. Darüber hinaus regt die Arbeit dazu an, auch populäre Bildbeispiele wie den Christus im Grabe (1521–1522) von Hans Holbein d. J. oder die sich ab dem 10. Jahrhundert im Westen verbreitenden Triumphkreuze auf eine mögliche Verbindung zum «Längenkult» hin zu untersuchen.

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Danksagung

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Mein herzlicher Dank gilt der Betreuerin dieser Arbeit, Frau Prof. Dr. Margit Kern, die mir während meiner Forschung stets mit großem Interesse und Rat zur Seite stand. Ebenso danke ich Herrn Prof. Dr. Bruno Reudenbach, der sich spontan bereiterklärte, das Zweitgutachten zu übernehmen. Zu Dank verpflichtet bin ich – nicht zuletzt für Hinweise auf potentielle Gemälde der „Länge Christi“ – ebenfalls dem Betreuer meiner Magisterarbeit, Herrn Prof. Dr. Eberhard König sowie Herrn Prof. Dr. Klaus Krüger. Für den angeregten Austausch und die Unterstützung bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch bei Frau Dr. Monika Boosen (Galerie und Museum im Prediger, Schwäbisch Gmünd), Frau Dr. Nina Gockerell (ehem. Bayerisches Nationalmuseum, München), Herrn Dr. Stefan Weppelmann (Gemäldegalerie, Berlin), Herrn Dr. Carl Strehlke (Philadephia Museum of Art), Herrn Dr. Felipe Pereda (Johns Hopkins University, Baltimore), Herrn Prof. Dr. Konrad Vanja (ehem. Museum Europäischer Kulturen, Berlin) und Herrn Andrzej Drączkowski (ehem. Stadtmuseum Thorn). Ein besonderer Dank geht an Don Jaime Sancho Andreu (Kathedralmuseum, Valencia) und Frau Dr. Matilde Miquel Juan (Universidad Complutense, Madrid), die mir während meiner Recherche in Spanien von großer Hilfe waren. Nicht zuletzt sei Jörg Over gedankt, der mich auf das Gemälde der „Länge Christi“ in Oberwesel und die dänischen Wandbilder der „Frelserens Højde“ aufmerksam machte und dem diese Arbeit gewidmet ist.

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