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Der Kunst ausgesetzt

Beiträge des 5. Internationalen Kongresses für Kirchenmusik, 21.–25. Oktober 2015 in Bern

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Edited By Thomas Gartmann and Andreas Marti

Ein reiches Programm mit Konzerten und Gottesdiensten, Referaten und Diskussionen prägte den 5. Internationalen Kirchenmusikkongress, der Ende Oktober 2015 in Bern stattfand. Dabei wurde das Verhältnis von Religion, Kirche und Liturgie zur Musik aus musikwissenschaftlicher, historischer und theologischer Sicht betrachtet. Der Kongressband enthält die Hauptreferate, aber auch Beiträge zu einigen der Workshops, die zwischen Reflexion und Praxis vermittelten – von Perspektiven des zukünftigen Orgelbaus bis zu Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Musik und Liturgie.
Aufgenommen wurde auch eine Auswahl von Einblicken in die Arbeitsgebiete von Doktorandinnen und Doktoranden, die diese im Rahmen eines Forschungskolloquiums präsentiert hatten; zudem wird der Schlussgottesdienst des Kongresses im Berner Münster dokumentiert – mit der Predigt, Beiträgen zur Zusammenarbeit und zum Entstehungsprozess der Neukomposition von Lukas Langlotz und Gedanken von Teilnehmenden.
Ergänzt wird der Band durch eine Übersicht über alle Veranstaltungen und einen Bericht zu den vorhergehenden Kongressen.

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Fünf Internationale Kongresse für Kirchenmusik 1952–2015 (Hans-Jürg Stefan)

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Fünf Internationale Kongresse für Kirchenmusik 1952–2015



HANS-JÜRG STEFAN

Als ein seit 1952 mit wachen Sinnen Beteiligter versuche ich, fragmentarische Ausschnitte des umfassenden Ganzen darzustellen. Dabei kann es nicht darum gehen die Fülle der Kongress-Programme 1952–2015 vollständig zu beschreiben oder gar all jene Abendmusiken, Konzerte, Referate, Diskussionsrunden, Gottesdienste, Morgen- und Abendfeiern zu vergegenwärtigen, die in den vergangenen 65 Jahren ungezählte Zuhörende und Mitwirkende im Berner Münster und andernorts zusammenführten. Vielmehr sollen die jeweiligen Schwerpunkte und Tendenzen der Kongresse erkennbar werden.

Die Reihe der fünf Internationalen Kongresse für Kirchenmusik begann, initiiert von Kurt Wolfgang Senn, im Zehnjahresrhythmus 1952, 1962, 1972. In größeren Abständen wurde sie 1997 von der Kartause Ittingen/ TG aus in der Ostschweiz sowie 2015 wiederum in Bern weitergeführt. Primär verdankt sich die zeitlich weit gespannte Kongressreihe der Initiative und dem persönlichen Engagement der Berner Münsterorganisten in Sonntagsgottesdiensten und Samstagabend-Vespern (seit 1960), in besonderer Weise jedoch in der über 100 Jahre währenden Tradition der Abendmusiken im Berner Münster:1 Schon Johann Jakob Mendel, Titular von 1830 bis 1881, hatte mit regelmäßigen Orgelkonzerten national und international Beachtung gefunden.2 Im Sommer 1913, ein Jahr vor Beginn des Ersten Weltkrieges, startete Ernst Graf, Münsterorganist 1912– 1937, die sommerlichen Konzerte mit nicht weniger als 25 Programmen! Seine Nachfolger führten die Tradition in den Jahren ihres Wirkens als Titulaires ununterbrochen weiter: 1938...

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