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Energiediskurs

Perspektiven auf Sprache und Kommunikation im Kontext der Energiewende

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Edited By Nicole Rosenberger and Ulla Kleinberger

Der in der Schweiz und in Deutschland beschlossene Atomausstieg hat die Debatte um Energieversorgung und -verbrauch ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die Diskussion um die Energieproblematik tangiert Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen. Für die Umsetzung der Energiewende braucht es die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure und deren Austausch über Energiethemen. Dabei stellt sich die Frage, wie Sprache in diesen Diskursen verwendet wird und welchen Einfluss Sprache und Kommunikation auf Meinungsbildung, Akzeptanz und Verhalten haben.

Die Beiträge dieses Bandes beleuchten den Energiediskurs in der öffentlichen Kommunikation und gehen neben methodischen Fragestellungen konkreten Problemstellungen aus der Kommunikationspraxis nach: Wie können Energieunternehmen verständlich mit ihren Kundinnen und Kunden kommunizieren? Inwieweit kann die Öffentlichkeit in die Behördenkommunikation eingebunden werden? Wie beeinflussen Sprache und sprachliche Mittel die Energiedebatte? Welcher sprachlichen Einheiten bedient sich die Debatte? Allen Beiträgen gemeinsam ist der Fokus auf das Zusammenspiel von Sprache, Kommunikation und Interaktion sowie das Aufzeigen der Bedeutung angewandter Linguistik für gesellschaftliche Veränderungsprozesse.

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Diskursive Kehrtwenden in der Energiepolitik: Wer dreht hier eigentlich welches Fähnchen wie im Wind? Eine diskurslinguistische Untersuchung (Katharina Jacob)

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KATHARINA JACOB

Diskursive Kehrtwenden in der Energiepolitik: Wer dreht hier eigentlich welches Fähnchen wie im Wind? Eine diskurslinguistische Untersuchung

In der vorliegenden diskurslinguistischen Untersuchung wird der Frage nachgegangen, wie über die Energiewende diskursiv verhandelt wird, wer im deutschsprachigen Energiediskurs sprachlich wie (inter)agiert und die energiepolitischen Kehrtwenden von 2009 bis 2013 prägt. Es geht darum, die Perspektivität herauszuarbeiten, die den sprachlichen Zeichen immanent ist, und in Korrelation mit der Perspektivität zu setzen, die sich durch den Gebrauchskontext ergibt, um so Rückschlüsse auf das sprachlich evozierte Wissen und die diskursive Konstituierung der Wirklichkeit ziehen zu können. Im Paradigma der pragma-semiotischen Textarbeit wird ein Korpus mit deutschsprachigen Presseartikeln von 2009 bis 2013 mit qualitativen Verfahren der Texthermeneutik sowie quantitativen der Korpuslinguistik untersucht.

1. Einleitung

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