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Max Reinhardt

L’art et la technique à la conquête de l’espace – Kunst und Technik zur Eroberung des Raumes

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Marielle Silhouette

avec la collaboration/in Zusammenarbeit mit Jean-Louis Besson, Ségolène Le Men, Peter W. Marx et/und Clara Royer

Pionnier des temps présents et à venir, Max Reinhardt (1873–1943) fait du théâtre le vecteur même de la modernité et de ses bouleversements de frontières. Il procède ainsi à des décloisonnements multiples et à une recherche constante de nouveaux espaces. À la mesure de cette proposition, par nature expérimentale, polymorphe et cosmopolite, le présent volume s’emploie à multiplier les circulations entre les disciplines et les territoires de la recherche. Par la rencontre des conservateurs d’archives et des chercheurs, par le dialogue des spécialistes avec les représentants des aires traversées, il devient possible de composer un atlas artistique et culturel de cette époque et de prendre la mesure de la postérité de Max Reinhardt jusqu’à nos jours.

Als Pionier seiner Zeit und der Zukunft sieht Max Reinhardt (1873–1943) im Theater einen Träger der Moderne und ihrer vielfältigen Umwälzungen. Auf der Suche nach neuen Schaffensräumen unterzieht er die Bühne einem radikalen Entgrenzungsprozess. Gemäß dieser von Grund auf experimentellen, polymorphen und kosmopolitischen Geste basiert diese Publikation auf Zirkulationen zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen und Territorien. Durch die Kollaboration der Archivare und der Forscher, durch den Dialog zwischen den Max Reinhardt-Spezialisten und den Vertretern der zahlreichen Wirkungsgebiete entsteht ein künstlerischer und kultureller Atlas von dieser Epoche und von Max Reinhardts Erbe bis heute.

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Musikalische Parameter des Reinhardtschen Inszenierungsstils anhand der Beispiele Macbeth und Der Sturm (T. Sofie Taubert)

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T. SOFIE TAUBERT (Universität zu Köln)

Musikalische Parameter des Reinhardtschen Inszenierungsstils anhand der Beispiele Macbeth und Der Sturm

Wie in wenig anderen Inszenierungen hat Max Reinhardt in seinen Shakespeare-Inszenierungen musikalisch gearbeitet. Dabei ist die Musik, so der Ausgangspunkt des vorliegenden Aufsatzes, unabdingbarer Bestandteil der theatralen Mittel, die Reinhardt zu einem Gesamtkomplex verschmilzt und die zentral dazu beitragen, das die vielfach beschriebene und besprochene ganzheitliche Atmosphäre entsteht.

Im Fokus der folgenden Ausführungen steht die der Arbeitsweise inhärente Musikalität und es soll dem nachgespürt werden, was Benno Fleischmann mit den Worten beschreibt: Max Reinhardt sei stets darum bemüht, ,jedem Drama seinen individuellen Stil, seine besondere Atmosphäre, seine eigene Musik zu geben.“1 Dabei soll aufgezeigt werden, dass diese eigene Musik des Dramas nicht allein durch eine Schauspielmusik im engeren Sinne bespielt wird, sondern dass Max Reinhardt Musikalität in ganz vielfältigen Spielarten einsetzt und in Inszenierungen einen bestimmten Konnex zwischen Atmosphären und Musik bildet. In der Max Reinhardt vielfach zugesprochenen Fähigkeit der Vereinigung der Künste, der umsichtigen Zusammenführung inszenatorischer Parameter fungiert die Musik als konstitutives Moment.2 Reinhardt gestaltet durch Musik einen Hörraum, einen Assoziationsraum, einen Bewegungsraum. Als Kristallisationspunkt dienen die Szenen des Phantastischen und Wunderbaren. Dabei soll keineswegs eine singuläre Behandlung dieser Szenen behauptet werden. Vielmehr werden die Szenen des Wunderbaren paradigmatisch herangezogen, um Prinzipien einer generellen Arbeitsweise aufzuzeigen. Beispielhaft geschieht dies anhand der Inszenierungen von Macbeth (1917) und Der...

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