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The Power of Symbols

The Alhambra in a Global Perspective

Edited By Francine Giese and Ariane Varela Braga

This volume intends to foster a re-interpretation of the Nasrid architecture of the Alhambra in Granada and its post-Islamic appropriation and global diffusion. Taking into account the current debates on otherness, cultural exchange and artistic transfer, hybridization, stylistic renewal and national identity building, this collection of essays explores the significance of the Alhambra from the Nasrid period to the present time. Built as a military fortress and gradually enlarged to a multi-functional palace city, by the 19th century the Alhambra became a symbol of exoticism and reverie. As one of the most important legacies of the Islamic heritage of al-Andalus, its role as a mediator between East and West is more important than ever.

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Die Neue Synagoge in Berlin (1866) und die Alhambra. Die Adaption maurischer Stilelemente und die Re-Orientalisierung des europäischen Judentums (Hildegard Frübis)

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Die Neue Synagoge in Berlin (1866) und die Alhambra. Die Adaption maurischer Stilelemente und die Re-­Orientalisierung des europäischen Judentums

Hildegard Frübis

Anfang September 1866 berichtete die liberale Berliner National-­Zeitung, die 1848 bis 1938 in Berlin erschien, über die Einweihung der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße:

Das neue Gotteshaus ist ein Stolz der jüdischen Gemeinde Berlins, aber noch mehr, es ist eine Zierde der Stadt, eine der beachtenswertesten Schöpfungen der modernen Architektur im maurischen Stil […] und ein märchenhaftes Bauwerk, das inmitten eines recht nüchternen Stadtteiles unserer Residenz uns in die phantastischen Wunder einer modernen Alhambra mit den anmutigen leichten Säulen, den schwunghaften Rundbögen, den farbenreichen Arabesken, den mannigfachen gegliederten Schnitzwerk, mit all den tausendfähigen Zauber des maurischen Stils einführt1.

Wie schon der Kunsthistoriker Hammer-­Schenk in seiner Arbeit über den Synagogenbau in Deutschland feststellte, lässt sich der orientalische Charakter nicht in der Bauform beobachten, sondern vielmehr im Ornament und in der Farbigkeit des Mauerwerks:

Ganz besonders gewinnt […] die Synagoge den orientalischen Eindruck durch das Dreibogenportal mit seiner maurischen Umrahmung und durch die mehrfach getreppten Rundbogenfriese, die gleichzeitig als Konsole für eine umlaufende Balustrade dienen. […] Entspricht die Bauform auch nicht orientalischen Gewohnheiten, so ist die Binnengliederung mit ihrer sehr starken Betonung waagerecht schließender Wandfelder, die in sich reich ornamentiert sind, doch wieder ein typisch orientalischer Zug […]2.

Die in Anklängen an die...

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