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Simpliciana XXXVIII (2016)

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Edited By Peter Heßelmann

Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält 19 Vorträge, die während der interdisziplinären Tagung zum Thema «Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit» vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden zehn weitere Beiträge Eingang in das neue Jahrbuch. In der Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» werden wie gewohnt Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu weiteren Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit veröffentlicht.

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Johann Joachim Christoph Bode als Leser von Grimmelshausens Simplicissimus in der Darstellung Karl August Böttigers (Hans-Joachim Jakob)

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HANS-JOACHIM JAKOB (Siegen)

Johann Joachim Christoph Bode als Leser von Grimmelshausens Simplicissimus in der Darstellung Karl August Böttigers

Johann Joachim Christoph Bode (1731–1793) war im Laufe seines Lebens Militärmusiker, Verleger, Freimaurer, Hofrat, Geheimer Rat und Sekretär. In die Annalen der deutschsprachigen Literaturgeschichte ist er nicht durch originäre Werke, sondern durch seine Übersetzungen insbesondere englischer Texte eingegangen.1 Er darf als einer der maßgeblichen Agenten und Organisatoren in der Weiterverbreitung der deutschen Anglophilie im 18. Jahrhundert gelten, die er insbesondere mit den Übersetzungen von Lawrence Sternes A Sentimental Journey (Übersetzung 1768), Tristram Shandy (Ü 1774), Letters from Yorick to Elisa (Ü 1775), Tobias George Smollets The Expedition of Humphry Clinker (Ü 1772), Oliver Goldsmiths The Vicar of Wakefield (Ü 1776) und Henry Fieldings The History of Tom Jones, a Foundling (Ü in sechs Bänden 1786–1788) voranzutreiben wusste.2 Als Bodes definitives Spätwerk hat aber seine Übertragung von Michel de Montaignes Essais zu gelten, die unter dem Titel Gedanken und Meinungen über ← 511 | 512 → allerley Gegenstände teilweise postum siebenbändig von 1793 bis 1799 erschien.3

Karl August Böttiger (1760–1835) war zur Zeit der Publikation des sechsten Bandes der Montaigne-Übersetzung 1795, zwei Jahre nach Bodes Tod, Direktor des Weimarer Gymnasiums und Oberkonsistorialrat für Schulangelegenheiten.4 Zum sechsten Band von Montaignes Gedanken und Meinungen steuerte Böttiger eine gut 140-seitige biographische Darstellung des Weimarer Freundes bei, die bis heute als maßgeblich gelten muss. Böttiger konnte gleichsam aus erster Hand m...

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