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Simpliciana XXXVIII (2016)

Series:

Peter Heßelmann

Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält 19 Vorträge, die während der interdisziplinären Tagung zum Thema «Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit» vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden zehn weitere Beiträge Eingang in das neue Jahrbuch. In der Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» werden wie gewohnt Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu weiteren Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit veröffentlicht.

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Gonsalv K. Mainberger: Die französische Gelehrtenrepublik zur Zeit der Frühaufklärung. (Torsten Menkhaus)

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Gonsalv K. Mainberger: Die französische Gelehrtenrepublik zur Zeit der Frühaufklärung. Fromme Denker und radikale Reformer. Würzburg: Königshausen & Neumann 2016. 308 S.

Der im Jahre 2015 verstorbene Religionsphilosoph Gonsalv K. Mainberger präsentiert posthum unter dem Titel Die französische Gelehrtenrepublik zur Zeit der Frühaufklärung eine kurze Geschichte der Frühaufklärung in Frankreich im 17. Jahrhundert, wobei er die Gestalter der französischen Gelehrtenrepublik in ihren jeweiligen zeit- und kulturabhängigen Sprach- und Handlungsweisen vorstellt.

Wissenschaftlich fundiert und verständlich für Wissenschaftler anderer Fachgebiete sowie für breite Kreise von interessierten Laien bietet Mainberger mit seinem diskursanalytischen Ansatz einen interessanten Einblick in die Gedankenwelt und Ideengeschichte der „Schwellenzeit“ (S. 12) im vorrevolutionären Frankreich. Es handelt sich um eine interessante Zusammenschau unterschiedlicher theologischer und philosophischer Strömungen (radikal-religiöse Eiferer bei den Calvinisten und ultramontanen Katholiken, die Etatisten – les politiques – und die libertins érudits): „Auf dem beschwerlichen, aber vielversprechenden Weg der Diskursanalyse erschließt sich die frühe Neuzeit als Sammelbecken ,alter Wahrheiten‘ und zugleich als Horizont ,neuer Einsichten‘.“ (S. 11) Diesem Grunddualismus wird Mainberger in seiner Monographie durchweg gerecht; die divergierenden denkerischen Leistungen der Zeit werden dem Leser durch die Lektüre gut verständlich präsentiert.

Im ersten Teil beschäftigt sich Mainberger vornehmlich mit dem Späthumanisten Pierre Charron. Hierbei legt er den Fokus auf das Diskursmodell Konversation und auf konkurrierende Geltungsansprüche und Bestimmungen der frommen Menschen sowie der Freigeister in...

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