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Simpliciana XXXVIII (2016)

Series:

Peter Heßelmann

Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält 19 Vorträge, die während der interdisziplinären Tagung zum Thema «Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit» vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden zehn weitere Beiträge Eingang in das neue Jahrbuch. In der Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» werden wie gewohnt Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu weiteren Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit veröffentlicht.

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Volker Hagedorn: Bachs Welt. (Klaus Haberkamm)

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Volker Hagedorn: Bachs Welt. Reinbek: Rowohlt Verlag 2016. 416 S.

Da Hagedorns Buch aus Gründen des Redaktionsschlusses der Simpliciana hier nicht mehr rezensiert werden kann, soll im Folgenden ein Auszug aus Harald Eggebrechts Besprechung unter dem Titel „Wie die Bachs in die Welt kamen. Volker Hagedorn entwirft ein farbiges Panorama des Komponisten-Clans vor dem Thomaskantor J. S. Bach“ als Ersatz dienen (DIE ZEIT Nr. 38, 08.09.2016, S. 44). Es geht um Hagedorns Methode, Grimmelshausen zu zitieren – ein weiterer Beleg für dessen vitale Rezeption.

„Nie vergisst Hagedorn, seine Quellen und Wege, seine Begegnungen und Vermutungen, seine Erlebnisse und Überlegungen offen darzulegen. […] Also folgt man Hagedorn in die thüringischen Städte und ins familiäre Dickicht der vielen musizierenden, dabei lebensfrohen Bachs, erfährt von Essen und Trinken genauso wie von der Harnabgabe für die Färber am Stadttor von Erfurt. Man fühlt sich umringt von Frauen und Kindern, trauert, wenn viele, kaum geboren, schon wieder abberufen werden. Denn es sind furchtbare Zeiten, in denen die Bach-Musiker zu überleben versuchen und ihren Pflichten als Stadtpfeifer, Kantoren und Organisten nachgehen: Der Dreißigjährige Krieg verwüstet Land, Dörfer und Städte. Hagedorn lässt Grimmelshausen zu Wort kommen, weil das Grauen der Mordbrennereien, Vergewaltigungen und sonstigen Bluttaten nie besser, in geradezu surrealistisch übersteigerter Komik, lebendig wird als in Grimmelshausens Simplicius Simplicissimus.“

(Klaus Haberkamm, Münster)

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