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Morgen-Glantz 27 (2017)

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Edited By Rosmarie Zeller-Thumm

Der vorliegende Band 27 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge (neu mit englischen Abstracts), die an der 26. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft gehalten wurden. Die Tagung mit dem Titel Vater und Sohn Helmont: Alchemie, Kabbala, Seelenwanderung war den Werken des Paracelsisten und Naturforschers Johann Baptista van Helmont (1579-1644) und die seines Sohnes Franciscus Mercurius van Helmont (1614-1698) gewidmet. Ziel der Tagung waren sowohl die medizinisch-naturphilosophischen Schriften des Vaters wie die kabbalistischen Schriften des Sohnes zu beleuchten. Im vorliegenden Band werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen  veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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Eine tragische Heirats-Geschichte am Sulzbacher Hof. Die Heirat von Hedwig Maria Augusta mit Sigmund Franz, Erzherzog von Österreich (Rosmarie Zeller)

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Am 13. Juni 1665 wurde Maria Hedwig Augusta (1650-1681), Tochter von Pfalzgraf Christian August und seiner Frau Amalia Magdalena per Prokuration mit Sigmund Franz (1630-1665), Erzherzog von Österreich in Sulzbach verheiratet. Die Trauung wurde durch den Weihbischof von Regensburg Franz Weinhart vollzogen, an Stelle des abwesenden Erzherzogs amtete Graf Johann Georg von Königsegg. Noch bevor die Einholung der Prinzessin geregelt war, starb Sigmund Franz am 25. Juni 1665, nachdem er sich angeblich bei der Jagd erhitzt hatte.1 Braut und Bräutigam hatten sich nie gesehen, und die Braut war Witwe, bevor die Ehe vollzogen wurde. Ein Fall für die Regenbogenpresse! Aber auch im 17. Jahrhundert erregte der Fall einiges Aufsehen.2

So schreibt Helmont in der Vorrede der Übersetzung von Pisanis Lycurgus, dass „der überaus rare und in vielen seculis unerfolgte traurige fall […] als eine nunmehr fast weltkündige sach unverborgen“ sei. Er ← 319 | 320 → erklärt dann, dass die Prinzessin teilweise von Philipp Wilhelm und dessen Gemahlin „in allen Fürstlichen tugenden löblich und wol erzogen“ worden sei, dass sie auch „in denen Fürstl. weltlichen hohen Stifften Essen und Thoren recipiret / und nachmalen mit mehr höchstgedachter Ihr ErtzF. Durchl. hochsel. andenckens / ohne zweiffel aus Gottes schickung / mit gnädigstem wissen und gutbefinden der Röm. Kais. Majest. Ehelichen verlobet / solch matrimonium auch […] solenniter vollzogen.“ Er spricht von einer „jämmerlich geschwinden metamorphosi, nemlich innerhalb zwölf tagen als eine Princessin Jungfrau / Ertzherzogliche Gemahlin / und betrübte Wittfrau...

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