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Vom gedruckten Sprichwörterbuch zur interaktiven Sprichwortdatenbank

Überlegungen zum linguistischen und lexikographischen Konzept mehrsprachiger Sprichwortdatenbanken

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Hrisztalina Hrisztova-Gotthardt

Dieses Buch wurde von der Universität Pécs als beste Publikation des Jahres 2010 ausgezeichnet.
Unbegrenzter Speicherplatz, Möglichkeit zu ständiger Aktualisierung und vielfältige Zugriffsmöglichkeiten auf die Daten – dies sind nur einige Vorteile der digitalen Wörterbücher im Vergleich zu traditionellen Druckwerken. Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, auf dem aktuellen Stand der Sprichwortforschung das Konzept multilingualer Sprichwortdatenbanken zu entwickeln. Im ersten Teil der Arbeit geht die Autorin grundlegenden theoretischen und empirischen Fragen nach wie z.B.: Wie lassen sich die Termini «Sprichwort» und «Sprichwörterbuch» möglichst genau definieren? Welche exemplarischen Lösungen bietet die Parömiographie des Deutschen, Ungarischen und Bulgarischen, die bei der Erstellung eines Sprichwörterbuches bzw. einer Sprichwortdatenbank beachtet werden sollen? Im zweiten Teil werden die Anforderungen an den Aufbau und die Funktionsweise mehrsprachiger Sprichwortdatenbanken systematisiert. Die Arbeit schliesst mit Vorschlägen zur technischen Realisierung des Konzepts, die Software-Entwicklern beim Entwurf der konkreten Applikationen als nützliche Hinweise seitens der Sprichwortforscher dienen sollen.

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6. Fazit und Ausblick

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Zusammenfassung der Ergebnisse Im Rahmen der vorangehenden Arbeit wurden Ansätze eines neuen Wörterbuchtyps herausgearbeitet und dazu weiterführende konzep- tuelle Bausteine vorgelegt. Mit anderen Worten, es wurde eine Art Spezifikation entwickelt, die die grundlegenden Richtlinien zur Erstel- lung von gedruckten und elektronischen Sprichwörterbüchern, in ers- ter Linie aber zum Entwurf und Aufbau von mehrsprachigen Sprich- wortdatenbanken festlegt. Die wichtigsten im Verlauf der Arbeit erzielten Ergebnisse werden im Folgenden kurz zusammengefasst. – Im ersten Teil der Abhandlung wurden Begriffe geklärt und defi- niert, über die in der Fachliteratur (immer noch) kein termino- logischer Konsensus besteht. Angestrebt und weitgehend erreicht wurde eine Präzisierung solcher Termini, die aus Sicht der Abhandlung Grundbegriffe darstellen, wie z.B. „Sprichwort“, „Sprichwörterbuch“ und „Parömiographie“. – Der diachrone Überblick über die Parömiographie des Deutschen, Ungarischen und Bulgarischen schaffte nicht nur einen geeig- neten Rahmen für die kritische Betrachtung ausgewählter ein-, zwei- und mehrsprachiger Sammlungen, sondern bot zum ersten Mal die Möglichkeit, die parömiographischen Entwicklungsten- denzen einer germanischen, einer finno-ugrischen und einer sla- wischen Sprache kontrastiv zu verfolgen. – Die relativ detaillierte, diachrone Darstellung bulgarischer Sprich- wörterbücher leistete einen ersten Beitrag zur in der Forschung bisher recht stiefmütterlich behandelten Geschichte der bulgari- schen Parömiographie. – Die nach metalexikographischen Gesichtspunkten durchgeführte erstmalige Untersuchung elektronischer Sprichwörterbücher, -ar- chive und -datenbanken bot zweierlei Erkenntnisse: Zum einen 216 zeigte sie deutlich, welche „Unzulänglichkeiten“ und Mängel der Printwerke sich mithilfe des digitalen Formats beheben lassen; zum anderen...

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