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Der Erzählraum als Reflexionsraum

Eine Untersuchung zur "Minnelehre</I> Johanns von Konstanz und weiteren mittelhochdeutschen Minnereden

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Susanne Uhl

Die mittelhochdeutschen Minnereden können als eine Modeerscheinung innerhalb der spätmittelalterlichen Literaturproduktion bezeichnet werden, an der sie vom Ende des 13. bis ins 16. Jahrhundert hinein mit mehr als 500 höchst unterschiedlichen Texten beteiligt sind. Nachdem sie in der Forschung lange als wenig origineller Nachklang der höfischen Epik und Minnelyrik gesehen wurden, versucht die vorliegende Arbeit anhand eines repräsentativen Querschnitts die spezifischen Eigenarten und Erzählstrategien, das Spannungsfeld von Tradition, Innovation und Reflexion und die kulturelle Leistung der Gattung herauszuarbeiten. Die Minnereden werden dabei als Teil des mittelalterlichen Minne-Diskurses begriffen, an dem sie mit einem spezifischen Reden und Reflektieren über Minne und über ein sich exemplarisch ins Zentrum stellendes Ich teilhaben. Dabei werden zum ersten Mal auch Texte berücksichtigt, die nicht aus der Perspektive eines männlichen, sondern eines weiblichen Ich verfasst sind.

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Dank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VII 1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 2 Forschungsüberblick und Gattungsfrage . . . . . . . . . . . 10 3 Literarhistorische Einbettung . . . . . . . . . . . . . . . . 29 3.1 Minnereden und Minnesang . . . . . . . . . . . . . . . 31 3.2 Minnereden und geistlicher Diskurs . . . . . . . . . . . 47 3.2.1 Einfache Formen der Adaptation . . . . . . . . . . . . 48 3.2.2 Kreative Adaptation . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 4 Narratologisches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 4.1 Minnereden und Mystik – eine Herleitung der narrativen Struktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 4.2 Das Erzählen und der Erzählraum . . . . . . . . . . . . 97 5 Pragmatisches und Einführendes zur Minnelehre Johanns von Konstanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 5.1 Überlieferung und Edition . . . . . . . . . . . . . . . 113 5.2 Verfasserfrage, Datierung und Inhalt . . . . . . . . . . . 128 5.3 Quellen und literarische Vorbilder . . . . . . . . . . . . 132 5.4 Spuren der Rezeption . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 5.5 Forschungsstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 6 Die narrative Struktur der Minnelehre Johanns von Konstanz . . 159 6.1 Kommentierung und Interpretation der einzelnen Erzählteile 159 6.1.1 Der Prolog (V. 1–45) . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 6.1.2 Exposition (V. 46–155) . . . . . . . . . . . . . . . . 162 6.1.3 Traum des Ichs (V. 156–1045) . . . . . . . . . . . . . 166 6.1.4 Werbung (V. 1046−Ende) . . . . . . . . . . . . . . . 195 6.2 Übergängigkeit und Einheit der Erzählteile . . . . . . . . 208 VI Inhalt 7 Zur Funktion und kulturellen Leistung der Minnereden-Struktur 221 7.1 Reden über Minne . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 7.2 Reden über ein Ich . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234 8 Gender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260 8.1 Geschlechterverhältnis und Macht . . . . . . . . . . . 262 8.2 Das ‹weibliche› Ich . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274 9 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . 292 10 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 10.1 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 10.2 Verzeichnis der behandelten Minnereden . . . . . . . . 317 10.3 Ausführliche Primärzitate . . . . . . . . . . . . . . . 320 10.4 Die lateinischen Inschriften der Minnelehre Johanns von Konstanz . . . . . . . . . . . . . . . . 325 10.5 Register der Namen und Werke . . . . . . . . . . . . 327 10.6 Abbildungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330

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