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Pluralismus im Gesundheitswesen

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Edited By Brigitte Ausfeld-Hafter and Florica Marian

Dieser Band ist eine interdisziplinäre Annäherung an den Pluralismus im Gesundheitswesen. Ein pluralistisches Gesundheitssystem integriert verschiedene Ansätze als gleichwertige Bestandteile und überwindet so die Dualität von der Schul- gegenüber der Komplementärmedizin – eine integrative Medizin entsteht.
In neun Beiträgen nehmen Experten unterschiedlicher Fachrichtungen Stellung zum medizinischen Pluralismus. Nebst Berichten aus den vier von der KIKOM vertretenen Methoden Anthroposophische Medizin, Klassische Homöopathie, Neuraltherapie und Traditionelle Chinesische Medizin/Akupunktur sind solche aus der Ethik, der Ethnologie, der Pflege und der Forschung enthalten. Die Beiträge stammen aus der im Herbstsemester 2007 an der Universität Bern durchgeführten interdisziplinären Vortragsreihe.

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URSULA WOLF Was kann die anthroposophische Medizin zu den grundlegenden wissenschaftlichen Fragen der Medizin im 21. Jahrhundert beitragen? 9

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9URSULA WOLF Was kann die anthroposophische Medizin zu den grundlegenden wissenschaftlichen Fragen der Medizin im 21. Jahrhundert beitragen?* Zu Beginn habe ich einen Artikel aus der gestrigen NZZ (NZZ 26.09.2007), aus dem ich gerne ein paar Sätze vorlesen möchte. Der Hintergrund des Artikels sind die Diskussionen zum Thema Komplementärmedizin im Nationalrat und Ständerat. Im Kern ging es um die Frage, mit welchen Mitteln die Wirksamkeit von homöo- pathischen Methoden nachgewiesen werden muss. Das müsste zwar mit wissen- schaftlichen, aber nicht unbedingt mit naturwissenschaftlichen Mitteln geschehen, meint Forster und verwies dabei auf die Materialien und die Abstimmungserläu- terungen zum Krankenversicherungsgesetz aus dem Jahre 1994. Im Gegensatz zum geltenden Recht müsse eine Behandlungsmethode nicht mehr als wissenschaft- lich von der Schulmedizin anerkannt sein, sei damals gesagt worden. Simonetta Sommaruga (sp. Bern) war ebenfalls der Ansicht, dass die Komplementärmedizin nicht mit schulmedizinischen Forschungsmethoden überprüft werden könne. Nur Eugen David (cvp. St. Gallen) und Bundesrat Pascal Couchepin warnten davor, an die Zulassung von unterschiedlichen Behandlungen unterschiedliche Anforde- rungen zu richten: «Alle Methoden müssen sich der wissenschaftlichen Methode stellen». In diesem Artikel geht es um die Wiederaufnahme von ärztlichen komple- mentärmedizinischen Leistungen in die Grundversicherung. Ich habe die- sen Artikel mitgebracht, weil dort etwas angesprochen wird, was generell in unserer heutigen Medizin ein wichtiges Diskussionsthema geworden ist, nämlich wie man unterschiedliche medizinische Methoden beurteilen soll. Dieser Artikel zeigt auch, wie aktuell das Thema ist, über welches ich heute sprechen möchte....

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