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Pluralismus im Gesundheitswesen

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Edited By Brigitte Ausfeld-Hafter and Florica Marian

Dieser Band ist eine interdisziplinäre Annäherung an den Pluralismus im Gesundheitswesen. Ein pluralistisches Gesundheitssystem integriert verschiedene Ansätze als gleichwertige Bestandteile und überwindet so die Dualität von der Schul- gegenüber der Komplementärmedizin – eine integrative Medizin entsteht.
In neun Beiträgen nehmen Experten unterschiedlicher Fachrichtungen Stellung zum medizinischen Pluralismus. Nebst Berichten aus den vier von der KIKOM vertretenen Methoden Anthroposophische Medizin, Klassische Homöopathie, Neuraltherapie und Traditionelle Chinesische Medizin/Akupunktur sind solche aus der Ethik, der Ethnologie, der Pflege und der Forschung enthalten. Die Beiträge stammen aus der im Herbstsemester 2007 an der Universität Bern durchgeführten interdisziplinären Vortragsreihe.

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DAVID ALDRIDGE Forschung zu Komplementärtherapien am Lehrstuhl für Qualitative Forschung in der Medizin: Geschichten, die erzählt werden müssen 87

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87 DAVID ALDRIDGE Forschung zu Komplementärtherapien am Lehrstuhl für Qualitative Forschung in der Medizin: Geschichten, die erzählt werden müssen In seinem Buch «Tales of the Dervishes» spricht Idries Shah (Shah, 1967) von drei verschiedenen Komponenten des Wissens: dies sind die Wissen- schaft vom normalen Wissen, die Wissenschaft von inneren Zuständen und die von einem weiteren, über die ersteren beiden hinausgehenden Zu- stand, dem der wahren Realität. Zur Beschreibung des Wissens verwendet er das Bild eines Wagenlenkers, der einen von einem Pferd gezogenen Wa- gen steuert. Das Fahrzeug ist der Intellekt, die äussere Form dessen, was zu tun ist. Das Fahrzeug ermöglicht es uns, aktiv zu werden. Die Antriebs- kraft, in seiner Metapher das Pferd, liefert die Emotion. Der Wagenlenker ist derjenige, der diese Antriebskraft vor eine äussere Form spannt, zu ei- nem der jeweiligen Situation entsprechenden Zweck. Erst wenn alle drei Faktoren richtig miteinander verbunden sind, kann Bewegung stattfinden. Entsprechend verhält es sich mit Forschung über menschliches Verhalten und in diesem speziellen Zusammenhang über Musik als Therapie. Für äusserliche Formen des Wissens haben wir den Begriff «Wissenschaft», der einzelne wissenschaftliche Disziplinen umfasst wie etwa Musikologie, An- thropologie und Physiologie. Wissenschaften stehen für Aktivitäten des Wissenserwerbs. Vielleicht ist es angebracht, die verbale Form zu verwen- den und von «Wissen schaffen» zu sprechen. Das deutsche Wort «Wissenschaft» lässt diesen Gedanken des «Wissen- schaffens» deutlich erkennen. Für uns stellt sich die Frage, wie Wissen zu schaffen ist und zu welchem...

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