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«Di Fernunft Siget.»

Der kurpfälzische Universalgelehrte Johann Jakob Hemmer (1733-1790) und sein Werk

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Edited By Gerhard Bauer, Kai Budde, Wilhelm Kreutz and Patrick Schäfer

Johann Jakob Hemmer, Hofkaplan des pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor in Mannheim, hat theologische Schriften aus dem Französischen übersetzt, sprachwissenschaftliche Arbeiten verfasst, Franklins Blitzableiter weiterentwickelt, physikalische und medizinische Forschungen besonders zur Elektrizität und ihrer Wirkung betrieben, Klimatologie, Meteorologie und Astronomie gefördert und sich als Dichter betätigt. Zumindest seine naturwissenschaftliche Forschungstätigkeit war von den Prinzipien der Aufklärung bestimmt. Sein wissenschaftliches Werk ist bisher meist nur an naturwissenschaftlichen Einzelbeispielen untersucht worden. Die Beiträge des Bandes wollen alle Aspekte seiner Arbeit berücksichtigen, besonders aber seine sprachwissenschaftlichen Leistungen darstellen. Das Buch enthält die um zwei Aufsätze erweiterten Referate, die auf dem Symposium zum 80. Geburtstag des Germanisten Gerhard Bauer im Juni 2009 gehalten wurden, das die Academia Domitor und das Landesmuseum für Technik und Arbeit/Technoseum Mannheim veranstaltet hat.

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Die Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften und Johann Jakob Hemmer Wilhelm Kreutz 149

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Die Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften und Johann Jakob Hemmer Wilhelm Kreutz Die Mannheimer Akademie der Wissenschaften, die der pfälzische Kurfürst Carl Theodor 1763 nach Plänen des Straßburger Historiographen Johann Daniel Schöpflin ins Leben rief, zählte zu den bedeutendsten aufklärerischen Forschungsstätten des deutschsprachigen Raums. Wenngleich sie, als fünfte der sechs Vollakademien des Alten Reichs, erst spät eröffnet wurde, gelang es ihr binnen kurzem, sich zu einem wissenschaftlichen Institut von nationa- lem, ja, europäischem Rang zu entwickeln.1 Besonders die historische Klasse, deren Renommee Andreas Lamey, Christoph Jakob Kremer und Georg Christian Crollius begründeten, sowie die 1780 innerhalb der naturwissen- schaftlichen Klasse neu eingerichtete Societas Meteorologica Palatina, der Johann Jakob Hemmer seinen Stempel aufdrückte, fanden überregionale Anerkennung, bevor die Übersiedlung des kurpfälzischen Hofs nach Mün- chen und die Revolutionskriege ihren Aktivitäten den Boden entzogen und die dezimierte Akademie im Zuge der Auflösung der Kurpfalz am 7. Februar 1803 endgültig der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München einverleibt wurde.2 Alle Versuche Cosimo Alessandro Collinis3 und seiner mit ihm gealterten Mitstreiter, die wissenschaftlichen Institute Mannheims in 1 Zur internationalen und deutschen Akademiebewegung vgl. Ludwig Hammer- mayer: Akademiebewegung und Wissenschaftsorganisation während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Erik Amburger et al. (Hg.): Wissenschaftspolitik in Mittel- und Osteuropa. Akademien und Hochschulen im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Berlin 1976, S. 1–84; Fritz Hartmann et al. (Hg.): Der Akade- miegedanke im 17. und...

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