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Der theoretische Raum der Wissenschaftssprache

Untersuchungen über die funktionale Konstitution einer Wissenschaftssprachtheorie und deren Anwendung in der Praxis

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Giancarmine Bongo

Welche sind die Bedingungen und Perspektiven der linguistischen Frage nach der Wissenschaftssprache? Was ist eigentlich im linguistischen Sinne «Wissenschaftssprache»? Die vorliegende Untersuchung geht von den vom Prager Funktionalismus geprägten Ursprüngen der Wissenschaftssprachbetrachtung aus. Sie bestimmt den spezifischen theoretischen Raum der Wissenschaftssprache und analysiert die Ergebnisse der bisherigen Forschung auf dem Gebiet des Deutschen als Wissenschaftssprache. Die Auseinandersetzung mit der Archäologie des Wissens von Foucault bietet Lösungsansätze für konzeptuelle Schwierigkeiten und empirische Analysen. Eine funktionale Annäherung an die Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen rundet die Untersuchung ab.

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Viertes KapitelDie Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen: Eine funktionale Annäherung

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137 Viertes Kapitel Die Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeit- schriftenaufsätzen: Eine funktionale Annäherung 4.1 Allgemeine Zielsetzung der Analyse und methodische Schritte Die folgenden Ausführungen verstehen sich als Teil einer umfassenden Analyse, die sich vornimmt, Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeit- schriftenaufsätzen im Hinblick auf die Diskursfunktion (so wie sie oben charakterisiert worden ist) zu untersuchen. Dieser Analyse liegen zwei Haupthypothesen zugrunde, die mithilfe einer adäquaten empirischen Untersuchung zu prüfen sind: 1. Die Diskursfunktion wirkt sich tatsächlich in den Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen aus; 2. die Einleitung in einen wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsatz konstituiert sich als solche gerade aufgrund der Diskursfunktion, die sie ausübt. Innerhalb dieser allgemeinen Zielsetzung kommt der vorliegenden Arbeit insbesondere die Aufgabe zu, ein Korpus von wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen im Hinblick auf die Eigenschaften der Einleitungen zu untersuchen. Die Diskussion über die Bestimmung von Form und Funktion des wis- senschaftlichen Zeitschriftenaufsatzes bzw. -artikels (die beiden Termi- ni werden hier als synonym gebraucht) spielt bei der skizzierten Frage- stellung nur indirekt eine Rolle und wird deshalb einfach vorausgesetzt (vgl. z. B. Gläser 1979 und 1998b, Graefen 1997a, Graefen/Thielmann 138 2007; zur Geschichte dieser Textsorte vgl. Bazerman 1988 und dessen Überblick in Thielmann 2009, S. 48–51). Insbesondere gelten als Voraussetzung die Ergebnisse der Untersuchung von Graefen (1997a) zur Textart „Wissenschaftlicher Artikel“ (vgl. z. B. S. 57–63 und 100f.). Dabei wird vor allem hervorgehoben, dass […] der Zweck, der für die Textart Wissenschaftlicher Artikel konstitutiv ist, ist der gesellschaftlich notwendige Ausgleich von durch Forschung...

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