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Der theoretische Raum der Wissenschaftssprache

Untersuchungen über die funktionale Konstitution einer Wissenschaftssprachtheorie und deren Anwendung in der Praxis

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Giancarmine Bongo

Welche sind die Bedingungen und Perspektiven der linguistischen Frage nach der Wissenschaftssprache? Was ist eigentlich im linguistischen Sinne «Wissenschaftssprache»? Die vorliegende Untersuchung geht von den vom Prager Funktionalismus geprägten Ursprüngen der Wissenschaftssprachbetrachtung aus. Sie bestimmt den spezifischen theoretischen Raum der Wissenschaftssprache und analysiert die Ergebnisse der bisherigen Forschung auf dem Gebiet des Deutschen als Wissenschaftssprache. Die Auseinandersetzung mit der Archäologie des Wissens von Foucault bietet Lösungsansätze für konzeptuelle Schwierigkeiten und empirische Analysen. Eine funktionale Annäherung an die Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen rundet die Untersuchung ab.

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4.3 Textteilstrukturelle Analyse 142

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142 man versuche, der sehr allgemeinen Unterscheidung zwischen Natur- wissenschaften einerseits und Geistes- bzw. Sozialwissenschaften ande- rerseits Rechnung zu tragen, weil diese Unterscheidung gerade auf der Strukturebene des wissenschaftlichen Aufsatzes eine Rolle spiele (vgl. z. B. Gläser 1998, S. 483). Unter den zahlreichen möglichen Zeit- schriften und Artikeln jeder Disziplin wurde dann einfach eine Probe- auswahl vorgenommen. Dabei wurden zudem folgende Kriterien beachtet: 1. Es wurden sowohl ‚traditionelle‘ als auch elektronische Zeit- schriften herangezogen; 2. es handelt sich um wissenschaftliche Zeitschriften, die von Uni- versitäten, Fachhochschulen und anderen Bildungsinstitutionen veröffentlicht werden bzw. deren Herausgeber und Beiräte im akademischen Kontext tätig sind; 3. es wurden nur Beiträge in Betracht gezogen, die von deutsch- sprachigen Autoren verfasst worden sind; 4. die meisten Zeitschriften sind durch einen oder zwei Aufsätze vertreten; in einigen Fällen wurde jedoch eine größere Auswahl getroffen, damit auch Tendenzen, die eventuell mit der einzelnen Zeitschrift bzw. Fachrichtung verbunden sind, deutlich werden können. Es handelt sich insbesondere um die Zeitschriften «Fach- sprache» und «WiSt (Wirtschaftswissenschaftliches Studium)», die mit 8 Aufsätzen vertreten sind, und «Hercynia», die mit 6 Auf- sätzen vertreten ist. 4.3 Textteilstrukturelle Analyse 4.3.1 Vorbemerkung Unter „textteilstruktureller Analyse“ ist eine Analyse gemeint, die die Gliederungseinheiten im äußeren (formalen) Aufbau eines Textes als 143 Gegenstand hat. Durch eine solche Analyse wird untersucht, ob die Einleitung eine formale strukturelle Einheit des wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsatzes darstellt. Dabei gilt eine terminologische Unter- scheidung zwischen ‚Teiltext‘ und ‚Textteil‘ als Voraussetzung. Die...

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