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Der theoretische Raum der Wissenschaftssprache

Untersuchungen über die funktionale Konstitution einer Wissenschaftssprachtheorie und deren Anwendung in der Praxis

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Giancarmine Bongo

Welche sind die Bedingungen und Perspektiven der linguistischen Frage nach der Wissenschaftssprache? Was ist eigentlich im linguistischen Sinne «Wissenschaftssprache»? Die vorliegende Untersuchung geht von den vom Prager Funktionalismus geprägten Ursprüngen der Wissenschaftssprachbetrachtung aus. Sie bestimmt den spezifischen theoretischen Raum der Wissenschaftssprache und analysiert die Ergebnisse der bisherigen Forschung auf dem Gebiet des Deutschen als Wissenschaftssprache. Die Auseinandersetzung mit der Archäologie des Wissens von Foucault bietet Lösungsansätze für konzeptuelle Schwierigkeiten und empirische Analysen. Eine funktionale Annäherung an die Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen rundet die Untersuchung ab.

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4.7 Aspekte einer funktionalen Analyse der Einleitungen 180

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180 Das duale Zyklusmodell von Lichtenberger (1990) überträgt den Produktzyklus-An- satz aus der Betriebswirtschaft auf die Produktionsprozesse städtischer Bausub- stanz Das Beispiel ist deshalb wichtig, weil die Beschäftigung mit dem For- schungsstand auch intuitiv zu den Grundelementen einer Einleitung gehört. In diesem Fall lässt sie dagegen vielleicht eine bessere Einsicht in die differenzierte Aufgabe gewinnen, die der Schilderung des For- schungstandes innerhalb eines wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsatzes zukommt, besagt aber noch nichts hinsichtlich der Form und der Struktur einer Einleitung. Mit anderen Worten: 1. unter einem formalen Gesichtspunkt kann die Erörterung des For- schungsstandes nicht unbedingt der Einleitung zugeschrieben wer- den 2. und umgekehrt kann die Einleitung nicht dadurch bestimmt wer- den, dass sie eine Erörterung des Forschungsstandes enthält. Bei Text [15] wird die Einleitung als „Vorbemerkung“ bezeichnet und als solche durch die Nummer ‚0‘ deutlich signalisiert (vgl. auch oben, § 4.3.3). Die Präsentation des Forschungsstandes erfolgt dagegen erst unter der Nummer 1. mit dem Titel „Zur Forschungslage“. Es tritt auch hier klar ans Licht, dass die Erörterung des Forschungsstandes vom Autor als ein Bestandteil des eigenen Beitrags angesehen wird. 4.7 Aspekte einer funktionalen Analyse der Einleitungen 4.7.1 Vorbemerkung Nachdem die grundsätzliche Unzulänglichkeit des textteilstrukturellen Ansatzes sowie die Grenzen des rhetorisch-strukturellen Ansatzes von Swales hervorgehoben worden sind, soll abschließend auf die Mög- lichkeit hingewiesen werden, zu einer funktionalen Erfassung und Be- 181 schreibung der Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenauf- sätzen zu gelangen. Dabei gilt als theoretische Voraussetzung der im...

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