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Geschichte der Gesamtsatzstrukturen vom Althochdeutschen bis zum Frühneuhochdeutschen

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Franz Simmler and Claudia Wich-Reif

Gesamtsätze, ihre Strukturen und Funktionen wurden in der historischen Syntax des Deutschen bisher vernachlässigt. Ihre Behandlung ist das Ziel der neun Beiträge dieses Sammelbandes. Alle Arbeiten sind empirisch orientiert und berücksichtigen bisher noch nicht ausgewertete Materialien vom Althochdeutschen bis zur Gegenwartssprache. Theoretisch geklärt werden die Termini Gesamtsatz, Ganzsatz und Periode, das Verhältnis von Vers und Satz in der Bibelsprache und die Möglichkeiten der Ermittlung von Satzgrenzen bei Überlieferungen, in denen in der Gegenwartssprache bekannte Normen der Begrenzung nicht existieren. Neu ist die Verbindung von Syntax und Textlinguistik, indem die Relevanz der Gesamtsätze bei der Konstitution einzelner Textsorten wie Prosaroman, Erzählung, Zunftsatzung, Biographie, Bericht, Vision, Vita Christi und Ordensregel herausgearbeitet wird.

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Konzentration auf das Wesentliche oder: Die Kunst des Kürzens. Zu den ‚Gesamtsatzstrukturen‘ in den Marginalien bei Othmar Nachtgalls Gantz Euangelisch hystori Maxi Krause 97

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Konzentration auf das Wesentliche oder: Die Kunst des Kürzens. Zu den ‚Gesamtsatzstrukturen‘ in den Marginalien bei Othmar Nachtgalls Gantz Euangelisch hystori Maxi Krause 1. Einleitung ‚Gesamtsatzstrukturen‘: Es war dies zwar die ursprünglich gestellte Aufga- be, da aber innerhalb des vorhandenen Materials unterschiedliche Analysen möglich sind und je nach Definition von Satz1, Gesamtsatz2 und/oder Ganz- satz3 diese auch wieder variieren können, ist der Rückgriff auf Anführung- szeichen ein willkommenes Mittel, hier Vorsicht und Zurückhaltung walten zu lassen. An gegebener Stelle wird definiert, wofür der Terminus hier Ver- wendung findet. Die Euangelisch hystori weist ziemlich genau 400 Marginalien auf4 und zwar auschließlich in dem im Original selbst von 1 bis 484 paginierten Kern- teil. Es lag nahe, diese Marginalien einer genaueren Prüfung zu unterziehen, da sie ein genau umgrenztes Korpus bilden, bei aller Begrenztheit jedoch un- gemein vielfältige Strukturen aufweisen. Die Untersuchung konzentrierte sich am Anfang ausschließich auf die Marginalien, die gesondert zu einem Korpus zusammengefasst und nach syntaktischen Strukturen geordnet wur- den. Allerdings tauchten dabei nicht unmittelbar zu beantwortende Fragen auf: Hat man es bei Fällen wie beispielweise (1) Zwen be- || sessen men- || schen erle || digt. (Nr. 79)5 1 Zu unterschiedlichen Definitionsmöglichkeiten vgl. Helmut Glück (Hrsg.): Metz- ler Lexikon Sprache. Stuttgart/Weimar 32005, 557f. 2 Kaj B. Lindgren: „Zur Klärung des Begriffes ‚Satz‘“. In: Studien zur Texttheorie und zur deutschen Grammatik. Festgabe für Hans Glinz zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Horst Sitta und Klaus...

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