Show Less

Musik aus Klöstern des Alpenraums

Bericht über den Internationalen Kongress an der Universität Freiburg (Schweiz), 23. bis 24. November 2007

Series:

Edited By Giuliano Castellani

Dieser Band enthält die Berichte des internationalen Kongresses Musik aus Klöstern des Alpenraums (Universität Freiburg i. Ue., 23.-24. November 2007), der eine erste Gelegenheit der Auseinandersetzung und des Zusammentreffens von Spezialisten und Forschern bot, die die Präsenz, Rolle und Bedeutung der Musik in Klöstern des Alpenraums vom 17.-19. Jahrhundert untersuchen. Zu Unrecht von der Wissenschaft vernachlässigt, stellt das musikalische Leben in den Klöstern des Alpenraums ein enormes Interessenpotential dar. Studien zur Musikkultur, der Beschaffung und Zirkulation von Musikquellen, zur internen Produktion und den musikalischen Aufführungspraxen im Rahmen der verschiedenen liturgischen Kontexte, zur Bestellung von Vertonungen bei ‘externen’ Komponisten und zu den Musikalienbeständen der religiösen Institutionen – von Kriegen verschont und daher einzigartig und von unschätzbarem historischen Wert – zeigen sehr deutlich den ganzen Reichtum dieses unerforschten Wissenschaftsgebietes.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

«Majestätische Simplicität» – Kirchenmusik und katholische Aufklärung im Spiegel von Martin Gerberts Briefwechsel 31

Extract

31 «Majestätische Simplicität» – Kirchenmusik und katholische Aufklärung im Spiegel von Martin Gerberts Briefwechsel THERESE BRUGGISSER-LANKER (Bern) Im Jahre 1781 durchquerte der Berliner Verleger und berühmte Aufklä- rer Friedrich Nicolai anlässlich seiner Reise durch Deutschland und die Schweiz den unwirtlichen Schwarzwald, dessen durch schroffe Abgrün- de und gefährliche Felspartien geprägte Topographie er auf mehreren Seiten seiner Reisebeschreibung eindrücklich beschrieb. Seiner Beob- achtungsgabe entgingen weder die anmutig-romantischen, kultivierten Täler – «Spuren menschlichen Fleißes in einer solchen Einöde» –, noch die fürchterlich stillen, von dunklen Tannenwäldern bewachsenen Ber- geshöhen, von denen Wasser und Steine herabstürzten. Trotz des meist gut ausgebauten Weges sei es nicht ratsam, bei den besonders unweg- samen Felsabbrüchen im Postwagen zu bleiben, ermahnt er den Leser. Auch seine Empfindungen bei der Ankunft in St. Blasien, als er des Klosters ansichtig wurde, hat er festgehalten: Aber Erstaunen und Bewunderung ergreift den Wanderer, wenn er […] wieder weiter nichts als nahe an beiden Seiten des Weges die hohen dicht mit Tannen bewachsenen Berge siehet, und dann bey Wendung des Weges mit Einem Male die Aussicht sich erweitert, und plötzlich – in einem engen Thale zwischen hohen Bergen mit düstern Fichtenbäumen bewachsen, – das grosse majestätische Ge- bäude dasteht. Der Eindruck ist unbeschreiblich, in dieser rauhen Gegend ein so weitläuftiges, so wohl geordnetes Gebäude zu erblicken.1 1 Friedrich Nicolai, Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im Jahre 1781, 11. und 12....

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.