Show Less

Musik aus Klöstern des Alpenraums

Bericht über den Internationalen Kongress an der Universität Freiburg (Schweiz), 23. bis 24. November 2007

Series:

Edited By Giuliano Castellani

Dieser Band enthält die Berichte des internationalen Kongresses Musik aus Klöstern des Alpenraums (Universität Freiburg i. Ue., 23.-24. November 2007), der eine erste Gelegenheit der Auseinandersetzung und des Zusammentreffens von Spezialisten und Forschern bot, die die Präsenz, Rolle und Bedeutung der Musik in Klöstern des Alpenraums vom 17.-19. Jahrhundert untersuchen. Zu Unrecht von der Wissenschaft vernachlässigt, stellt das musikalische Leben in den Klöstern des Alpenraums ein enormes Interessenpotential dar. Studien zur Musikkultur, der Beschaffung und Zirkulation von Musikquellen, zur internen Produktion und den musikalischen Aufführungspraxen im Rahmen der verschiedenen liturgischen Kontexte, zur Bestellung von Vertonungen bei ‘externen’ Komponisten und zu den Musikalienbeständen der religiösen Institutionen – von Kriegen verschont und daher einzigartig und von unschätzbarem historischen Wert – zeigen sehr deutlich den ganzen Reichtum dieses unerforschten Wissenschaftsgebietes.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Zur Musikkultur österreichischer Klöster in der Neuzeit. Stand und Perspektiven eines Forschungsfeldes 85

Extract

85 Zur Musikkultur österreichischer Klöster in der Neuzeit Stand und Perspektiven eines Forschungsfeldes THOMAS HOCHRADNER (Salzburg) Abb. 1 und 2: Karte der österreichischen Stifte nach Floridus Röhrig, Alte Stifte in Österreich, 2 Bände, Wien – München 1966 bzw. 1967. Nicht berücksichtigt sind darin beschickte Priorate und Propsteien, z. B. das zum Benediktinerkloster St. Lambrecht gehörige Priorat Mariazell, wo sich eine reiche Musikpflege entfaltete, ferner die Franziskaner- klöster, deren spezifische Kirchenmusik sich teils bis in das 17. Jahr- hundert zurückverfolgen lässt, und auch die (vielen) im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert aufgehobenen Klöster werden nicht ver- zeichnet. Abb. 1 86 Abb. 2 I. Zum Stand der Forschung Wem es ein Anliegen ist, durch Überblick zum Vergleich vorzustoßen, den erwartet in der Erforschung von Musikalienbeständen aus klöster- lichem Besitz aus mehrfacher Sicht eine ungünstige Ausgangsposition. Zum einen sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Klöstern ex- trem groß: Sie gehören verschiedenen Geistlichen Orden mit durchaus divergierender Einstellung zur Musikpflege an – die oft einstimmigen, bei den Franziskanern gebräuchlichen Eigenkompositionen bilden nur die Spitze des Eisbergs1 –, sie befinden sich an unterschiedlichen Stand- orten – manche in der Stadt, andere an abgelegenen Orten –, sie be- sitzen eine je spezifische – einmal traditionsreiche, andermal kurzlebi- gere – Geschichte, deren Relief von mehr und weniger musikverständigen 1 Siehe dazu diverse Veröffentlichungen von Ladislav Kacic, unter anderem «Missa franciscana der Marianischen Provinz im 17. und 18. Jahrhundert», in: Studia mu- sicologica...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.