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Musik aus Klöstern des Alpenraums

Bericht über den Internationalen Kongress an der Universität Freiburg (Schweiz), 23. bis 24. November 2007

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Edited By Giuliano Castellani

Dieser Band enthält die Berichte des internationalen Kongresses Musik aus Klöstern des Alpenraums (Universität Freiburg i. Ue., 23.-24. November 2007), der eine erste Gelegenheit der Auseinandersetzung und des Zusammentreffens von Spezialisten und Forschern bot, die die Präsenz, Rolle und Bedeutung der Musik in Klöstern des Alpenraums vom 17.-19. Jahrhundert untersuchen. Zu Unrecht von der Wissenschaft vernachlässigt, stellt das musikalische Leben in den Klöstern des Alpenraums ein enormes Interessenpotential dar. Studien zur Musikkultur, der Beschaffung und Zirkulation von Musikquellen, zur internen Produktion und den musikalischen Aufführungspraxen im Rahmen der verschiedenen liturgischen Kontexte, zur Bestellung von Vertonungen bei ‘externen’ Komponisten und zu den Musikalienbeständen der religiösen Institutionen – von Kriegen verschont und daher einzigartig und von unschätzbarem historischen Wert – zeigen sehr deutlich den ganzen Reichtum dieses unerforschten Wissenschaftsgebietes.

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«La musique prédomine trop dans nos abbaïes helvétiques». Einige Quellen zur Stellung der Figuralmusik in Schweizer Klöstern 139

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139 «La musique prédomine trop dans nos abbaïes helvétiques» Einige Quellen zur Stellung der Figuralmusik in Schweizer Klöstern CLAUDIO BACCIAGALUPPI (Freiburg) malheureusement il est peu d’abbaïes comme celle de saint Blaise qui imite la congregation de saint-Maur dans les travaux litteraires. La musique prédomine trop dans nos abbaïes helvétiques. V. Alt. merite les plus grands eloges d’avoir recommandé specialement le plein chant gregorien d’après l’esprit du grand pape Benoit XIV. Beat Fidel Zurlauben an Martin Gerbert, Zug, 14. November 1778 1. Eine «überwiegende Neigung zur Musik»? Beat Fidel Zurlauben (1720–1799) war eine herausragende Persönlich- keit in der kulturellen Landschaft der Schweiz im späten 18. Jahrhun- dert. Nach erfolgreicher militärischer Karriere in Frankreich zog er sich in seine Heimatstadt Zug zurück und widmete sich seiner Leidenschaft für die historischen Wissenschaften. Er sammelte dabei eine ausseror- dentlich reiche Bibliothek, die er – als er nach der Revolution seine königliche französische Pension verlor – dem Kloster St. Blasien ver- kaufte, dessen eigene Bibliothek nach dem Brand 1768 verwaist war. Seit langer Zeit verband ihn nämlich die Gelehrtentätigkeit mit dem Fürstabt Martin Gerbert. In der Korrespondenz mit ihm äusserte er sich kritisch zur Musikpflege in den innerschweizer Klöstern, und bedauer- te, dass sie eine überwichtige Stellung im Klosterleben innehabe.1 1 Die helvetische Regierung erhob nach seinem Ableben Anspruch auf Zurlaubens zu Recht als nationales Erbe betrachteten Nachlass, der 1802 zum Grundbestand der Kantonsbibliothek Aarau wurde;...

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