Show Less

Karneval der Götter

Mythologie, Moderne und Nation in Chinas 20. Jahrhundert

Series:

Andrea Riemenschnitter

Warum interessieren sich chinesische Intellektuelle und Kulturschaffende auch heute noch für den Mythos? Karneval der Götter ergründet diese Frage bezugnehmend auf Theorien zu ästhetischen und diskursiven Konstruktionen (post-)moderner nationaler Identität. Die Autorin veranschaulicht die Bedeutung von Mythen und Mythologien in der Moderne: Was zeichnet ihre narrativen Strukturen aus? Welche Rolle spielen Symbole in der Steuerung kollektiver Identitätsbildungsprozesse? – Dynamiken sozialen Wandels spiegeln sich im beweglichen Einsatz mythologischer Vokabularien und Narrative wieder. Karneval der Götter erörtert auch, wie Aktualisierungen von Mythen die Möglichkeit eröffnen, Werte und Orientierungen zu hinterfragen, ohne die Kontinuität der eigenen Kultur aufkündigen zu müssen.
Die Publikation analysiert schwerpunktmässig neuhistorische Romane erfolgreicher Autoren wie Mo Yan und zeigt deren Strategien der literarischen Remythisierung und Konstruktion eines polymythischen kulturellen Imaginaire auf. Sekundäre Mythen wie diejenigen der revolutionären Yan’an-Gemeinschaft oder einer globalkapitalistischen, harmonischen Konsumentengemeinschaft werden als ideologische Konstrukte entlarvt und primäre Mythen als wichtige Wegmarken des kollektiven Denk- und Vorstellungsraums einer ästhetischen (Gegen-)Moderne neu legitimiert.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Danksagung, Erläuterungen zur Systematik, Drucknachweise 8

Extract

8 Danksagung Der vorliegende Band ist eine überarbeitete und erweiterte Version mei- ner im Jahr 2001 an der Universität Heidelberg eingereichten Habilita- tionsschrift mit dem Titel: Nationale Mythen und Konfigurationen kultu- rellen Wandels in der chinesischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ohne die in den unterschiedlichsten Formen erfolgte Unterstützung meiner Lehrer, Freunde und Kollegen wäre diese Arbeit nicht zustande gekom- men. Mein ganz besonderer Dank gilt Susanne Weigelin-Schwiedrzik (Wien), die mein Projekt mit bewundernswertem Einsatz, der konstrukti- ve Kritik, Vertrauen, Geduld und vieles mehr umfasste, über alle Durst- strecken und Krisen hinweg gefördert hat. Grosser Dank gebührt ausserdem Chen Xiaoming (Beijing), Ma- ghiel van Crevel (Leiden), Dietrich Harth (Heidelberg), Leung Ping- kwan (Hongkong), Justin Stagl (Salzburg), Horst Turk († 2008, Göttin- gen), Xia Baige (Wien), Xue Siliang (Heidelberg) und Zhang Qinghua (Beijing). Sie haben mir viel kostbare Zeit für Diskussionen, Kommen- tare, Gutachten, Transkriptionen und die Beschaffung schwer zugäng- licher Materialien geschenkt. Allen Lesern früherer Fassungen des Manuskripts sei hier noch ein- mal für die wertvollen Anregungen und Verbesserungsvorschläge ge- dankt. Ich habe sie – wo immer möglich – gerne berücksichtigt. Für Ge- spräche, Materialien, Anregungen und Hilfeleistungen in jedweder Form danke ich weiterhin meinen Kolleginnen und Kollegen des Universitären Forschungsschwerpunkts Asien und Europa sowie Cao Wenxuan (Bei- jing), Rey Chow (Durham), Takashi Fujitani und Lisa Yoneyama (San Diego), Joachim Gentz (Edinburgh), Liu Guisheng (Beijing), Lydia H. Liu (New York) und Rita und Robert Gassmann (Zürich). Zuspruch...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.