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Modernity and Early Cultures

Reconsidering non western references for modern architecture in a cross-cultural perspective

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Edited By Anna Minta and Bernd Nicolai

At the beginning of the 20th century, the discovery of early cultures exerted a formative influence on modern architecture. Discussions on early civilizations in the Middle East, South-East Asia, and the pre-Columbian cultures of North and South America as well as new perceptions of archaism and primitivism revolutionized the production of art and architecture.
In this anthology, European and North and South American scholars from various fields address art and architectural theory to show the avant-garde’s historical relation to archaeology and its influence on the development of Modernism. Contributors include Can Bilsel (San Diego), Luis E. Carranza (Rhode Island), Johannes Cramer (Berlin), Christian Freigang (Frankfurt), Maria P. Gindhart (Atlanta), Jorge F. Liernur (Buenos Aires), Anna Minta (Bern), and Bernd Nicolai (Bern).

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Introduction 7

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Introduction Thomas W. Gaehtgens Europäische Architekten haben sich seit langem mit Bauformen anderer Kulturen auseinandergesetzt. Schon Johann Bernhard Fischer von Er- lach verwies in seinem einflußreichen Architekturtraktat auf Kaiser- paläste in China und leitete eine Mode ein, die in den Teehäusern der Landschaftsparks des 18. Jahrhunderts weite Verbreitung fand. Diese Auseinandersetzung mit der Architektur des Fernen Ostens stand noch ganz im Zeichen der Entdeckung und Bewunderung des Fremdartigen. So wie in den Kuriositätenkabinetten die Mirabilia ausgestellt wurden, die die Weltumsegler von ihren Reisen mitbrachten, entstanden Bauten als Zeugnisse ferner Kulturen. Um die Jahrhundertwende 1900 wandelte sich allerdings die Rezeption nichteuropäischer Architektur. Über Jahr- hunderte hinweg hatten die griechischen und römischen Ordnungen die Grundlage des Bauens bestimmt. Die von dieser Tradition völlig unabhän- gigen Formen konnten die Architekten der Moderne im frühen 20. Jahr- hundert bei der Loslösung von diesem geschichtlichen Erbe inspirieren. Die vorliegenden Beiträge, die für ein Colloquium am Deutschen Fo- rum für Kunstgeschichte in Paris entstanden, sind dieser Frage aus ver- schiedenen Blickrichtungen gewidmet. So machen die Autoren deutlich, wie in der Epoche der Eroberung und Ausbeutung der Kolonien die euro- päischen Mächte nichteuropäische Sammlungen in ihre Museen zu inte- grieren suchten. Insbesondere das Deutsche Kaiserreich inszenierte im Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel großformatige Teile mesopotamischer und kleinasiatischer Monumente. Diese repräsentie- ren die Leistungen der archäologischen Wissenschaft, bestätigen aber auch gleichzeitig den weltpolitischen Anspruch, der durch die...

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