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Beurteilung der Sprechkompetenz in einer Fremdsprache

Theorie und Praxis der Einführung neuer Verfahren in einem schweizerischen Schulsystem (Fallstudie)

Sandra Hutterli

Mündlich ist nicht einfach mündlich, zeigt die Wissenschaft. Diese Erkenntnis fliesst nicht automatisch in den Schulalltag ein – obwohl Lehrpersonen nicht per se gegen Veränderungen im Schulalltag sind. Im vorliegenden Buch werden sowohl der sprachwissenschaftliche Diskurs (Analyseobjekt 1), als auch die Umsetzungsschwierigkeiten von Veränderungen (Analyseobjekt 2) erörtert.
Für beide Aspekte wird eine theoretische Ausgangslage beschrieben: Was ist das aktuelle Verständnis von Sprechkompetenz und deren Beurteilung in den Fremdsprachen? Worin grFremdsprachen? Worin gründen Umsetzungsschwierigkeiten von Veränderungen in der Schule als Organisation? Anhand einer während zweieinhalb Jahren durchgeführten Fallstudie mit den Sprachlehrpersonen der Sekundarstufe I und II eines ganzen Kantons, die detailliert beschrieben und dokumentiert ist, werden Gründe für die Differenz zwischen dem Stand der Wissenschaft und dem gelebten Schulalltag aufgezeigt.

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Vorwort V

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I und Bildungsdepartemente) als zunehmende Herausforderung für die Schulentwicklung. Als Abteilungsleiterin im Bereich der nationalen und internationalen Bildungspolitik zeigt sich mir auf einer übergeordneten Ebene die Notwendigkeit zu Veränderungen im Zuge von stetem gesell- schaftlichem und wirtschaftlichem Wandel. Mit der vorliegenden Arbeit gehe ich den Ursachen nach, warum Neue- rungen teilweise nur schwer Eingang in der Praxis finden. Von Interesse sind die Fragen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse der Praxis zugäng- lich gemacht werden können; wer die Akteure bei der Umsetzung von Veränderungen begleitet; und schliesslich wie Veränderungsprozesse als stetes Lernen in die Organisation Schule integriert werden können, so- dass diese nicht mehr als Verordnung von oben, sondern als Teil des Tagesgeschäfts wahrgenommen werden. Das Bildungswesen und somit die Schule haben sich in den letzten Jah- ren zu einem immer komplexeren System in einer ebenso komplexen Gesellschaft entwickelt. Daher können Veränderungen nicht (mehr) in- dividuell und punktuell auf nur einer Ebene angegangen werden, wenn sie auf Akzeptanz stossen und nachhaltig sein sollen. Jeder Akteur hat eine bestimmte Rolle im Gesamtsystem der Organisation, welche als solche von allen Beteiligten angenommen und im Zusammenspiel aus- geübt werden muss. Dieser interdisziplinäre und interaktive Ansatz bil- det nicht nur den inhaltlichen Ansatz der vorliegenden Arbeit, sondern ist auch methodisch umgesetzt. Anhand eines linguistischen Beispiels (der Beurteilung der fremdsprachigen Sprechkompetenz) wird unter- sucht, wie sich Veränderungsprozesse in Organisationen (am Beispiel der Schule) optimieren lassen. Dazu stützt sich die Arbeit zum einen auf wissenschaftliche...

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