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Wissens- und Technologietransfer als Interaktion

Theoretische Überlegungen und Fallbeispiele aus der Schweiz

Franz Barjak

Warum ist es wichtig, sich mit dem Wissens- und Technologietransfer (WTT) zu befassen, und warum ist dies auch für die Wirtschafts-, Sozial- und Regionalforschung ein relevantes Thema? Wissens- und Technologietransfer als Interaktion resümiert die umfangreiche Literatur zum WTT und entwickelt daraus ein eigenes, integriertes Modell. Neben den strukturellen Merkmalen der Transferbeteiligten, des Transferobjekts und der Transfermechanismen werden auch die Beziehungen zwischen den Transferbeteiligten und dem Transferprozess untersucht. Welchen Einfluss haben räumliche Nähe, kulturelle Distanz und die Organisation von Transferprojekten auf den Transfererfolg? Als besonderer Nebenaspekt wird die Rolle des Internets in WTT-Projekten thematisiert: Steigert die computergestützte Kommunikation den Transfererfolg? Welche Bedeutung hat das Internet als Speicherort wissenschaftlichen Wissens für seinen Transfer zu privaten Unternehmen? Mittels eines multiplen Fallstudiendesigns wird das integrierte Modell einem Plausibilitätstest unterzogen. Dazu werden elf Transferprojekte von Schweizer Universitäten, Fachhochschulen oder/und ausseruniversitären Forschungsinstitutionen eingehend aufgearbeitet und miteinander verglichen.

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Kapitel 5: Vergleich der Fälle und Hypothesendiskussion 185

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185 Kapitel 5: Vergleich der Fälle und Hypothesendiskussion Das Kapitel 5 bildet das zentrale empirische Kapitel der Arbeit. Zunächst werden in Abschnitt 1 die elf untersuchten WTT-Projekte kurz vorgestellt. Anschließend werden die Fälle verglichen, wobei der Vergleich entspre- chend dem integrierten WTT-Modell und seiner Gliederung, so wie sie in Kapitel 3, Seiten 81–148, dargestellt wurde, in fünf Abschnitte unterteilt ist: Abschnitt 2 stellt das Abschneiden der untersuchten Fallstudien für die gewählten Erfolgsindikatoren dar, in Abschnitt 3 wird die strukturelle Dimension der Einflüsse auf den Projekterfolg diskutiert, Abschnitt 4 vergleicht die untersuchten Fälle in der relationalen Dimension, Abschnitt 5 betrachtet die WTT-Prozesse anhand der im Modell enthaltenen Merkmale, Abschnitt 6 widmet sich der Bedeutung des Internets in den einbezogenen WTT-Fallstudien. 1. Kurzbeschreibung der untersuchten Projekte Der vorliegende Abschnitt enthält eine Kurzbeschreibung der elf unter- suchten WTT-Projekte. Detaillierte Fallbeschreibungen sind in Anhang I. Fallstudien zu Wissens- und Technologietransferprojekten wiedergegeben. Fallstudie 1 „Pairing“: Verbesserung der Bildqualität in der Magnet-Resonanz- Spektroskopie. Ein patentiertes Verfahren zur Verbesserung der Bildqualität von Magnet-Resonanz (MR) Geräten bei bestimmten Anwendungen wurde hier von einem Universitätsinstitut (Pseudonym: UniA) an ein Großunter- nehmen (Pseudonym: MRALD) lizenziert. Das Verfahren ist in der Patent- schrift und Publikationen ausreichend beschrieben, so dass es von MRALD in den MR-Geräten ohne Schwierigkeiten selbst implementiert werden 186 kann. Entscheidend war für das Projekt, dass der Transfer innerhalb eines Rahmenvertrages stattfand, in dem das Unternehmen der Universität die Infrastruktur...

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