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Spracheinstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern in einer Grenzregion

Qualitative Untersuchung in zwei paritätisch unterrichteten ersten Klassen mit Zielsprache Französisch

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Julia Putsche

In vorliegendem Buch geht es um Spracheinstellungen von Kindern in zwei ersten Grundschulklassen an der deutsch-französischen Grenze. Diese Klassen werden zweisprachig unterrichtet – fast die Hälfte des Unterrichts findet auf Französisch statt. Die Interviewstudie untersucht die Spracheinstellungen sowie deren Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern und fokussiert dabei auf Einstellungen gegenüber der Sprache, dem Land, den Bewohnern und der Kultur. Auch die Spracheinstellungen von Lehrkräften werden untersucht. Das Werk zeigt, welche Faktoren das Erlernen der Nachbarsprache in einer Grenzregion zu etwas Besonderem machen. Die Autorin erläutert ausserdem die theoretische Verankerung des frühen Fremdsprachenlernens, der Spracheinstellungsforschung, des Fremdsprachenlernens in Grenzregionen und der qualitativen Forschung im Bereich der Sprachwissenschaft.

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Fremdsprachen, Grenzregionen und interkulturelles Lernen 87

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Faire en sorte que, dès le début de sa scolarisation, ou dès que possible, chaque élève soit sensibilisé à la diversité linguistique et culturelle en Europe (Conseil de l’Europe recommandation n°R 98 (6) 1998: 3). Fremdsprachen, Grenzregionen und interkulturelles Lernen In diesem Kapitel werde ich den Aspekt der Grenze und der Grenznähe als relevanten Faktor für die vorliegende Untersu- chung erklären. Grenzregionen werden im Bereich der Human- geografie als eigenständige geografische Räume mit besonderen Charakteristika beschrieben. Auch im Bereich der sprachwissen- schaftlichen Forschung kommt ihnen eine Sonderrolle zu, wes- halb ein anschließender Einblick über den Stand der Forschung gegeben wird. Im Fokus der vorliegenden Untersuchung steht die Grenzregion des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau, welche ich aus diesem Grund kurz präsentieren werde. Ein besonderes Au- genmerk werde ich hierbei auf die Charakteristika der Stadt Kehl richten, da sie der geografische Ort der Studie ist und bei- spielhaft für andere Kleinstädte in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem angrenzenden Land stehen kann. Weiterhin werden die Begriffe des mehrsprachigen und interkulturellen Lernens be- leuchtet, da sie in einem engen Zusammenhang mit dem Aspekt der Nachbarsprache in Grenzregionen stehen. Mehrsprachiges und interkulturelles Lernen gehen mit dem fremdsprachlichen Lernen in Grenzregionen einher. 88 1. Grenzen, Grenzregionen und Sprachen In diesem Unterkapitel beschäftige ich mich mit den Begriffen der Grenze, der Sprache und der Identität und zeige, wie sich diese ergänzen, beeinflussen und miteinander in einem engen Kontext stehen. Das Erlernen der Nachbarsprache...

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