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Spracheinstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern in einer Grenzregion

Qualitative Untersuchung in zwei paritätisch unterrichteten ersten Klassen mit Zielsprache Französisch

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Julia Putsche

In vorliegendem Buch geht es um Spracheinstellungen von Kindern in zwei ersten Grundschulklassen an der deutsch-französischen Grenze. Diese Klassen werden zweisprachig unterrichtet – fast die Hälfte des Unterrichts findet auf Französisch statt. Die Interviewstudie untersucht die Spracheinstellungen sowie deren Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern und fokussiert dabei auf Einstellungen gegenüber der Sprache, dem Land, den Bewohnern und der Kultur. Auch die Spracheinstellungen von Lehrkräften werden untersucht. Das Werk zeigt, welche Faktoren das Erlernen der Nachbarsprache in einer Grenzregion zu etwas Besonderem machen. Die Autorin erläutert ausserdem die theoretische Verankerung des frühen Fremdsprachenlernens, der Spracheinstellungsforschung, des Fremdsprachenlernens in Grenzregionen und der qualitativen Forschung im Bereich der Sprachwissenschaft.

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Interviews mit den Lehrerinnen 281

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Eine Fremdsprache, die Sprache der Anderen zu erlernen, bedeutet auch, sich eine andere Weltsicht anzueignen (Abdelilah-Bauer 2008: 57). Interviews mit den Lehrerinnen Am Ende des ersten Schuljahres interviewte ich beide Lehrerin- nen der an der Untersuchung teilnehmenden Klassen. Beide unterrichten in ihrer jeweiligen Klasse sowohl auf Deutsch, als auch die im Stundenplan vorgegebenen Sachfächer auf Franzö- sisch. Im Unterricht treten sie vor den Kindern somit entweder als französisch- oder deutschsprachig auf. Die beiden Lehrerin- nen wurden einzeln interviewt. Wie auch in den Interviewserien mit den Schülerinnen und Schülern habe ich die für die Unter- suchung relevanten Kategorien, die sich aus den Interviews ergaben, herausgearbeitet. Sie werden in diesem Kapitel präsen- tiert, analysiert und interpretiert. Aus Gründen des Datenschut- zes wurden die Namen der Unterrichtenden anonymisiert. Die im Anschluss folgenden Unterkapitel ermöglichen eine Datentriangulation mit den Einstellungen aus den Schülerinter- views und den Informationen aus den Elternfragebögen. Neben der Schülerinnen- und Schülerperspektive sowie der Meinungen der Eltern schließt sich mit den Interviews der Lehrerinnen der Kreis und ermöglicht einen Einblick in eine dritte Wahrneh- mungsperspektive der Situation. Um möglichst umfangende Informationen zu beiden Lehre- rinnen geben zu können, werde ich diese kurz vorstellen: Birgit Schmitt ist zum Zeitpunkt des Interviews 29 Jahre alt und seit drei Jahren Grundschullehrerin. Sie hat ihr Studium und ihr 282 Referendariat im Rahmen eines deutsch-französischen Studien- gangs absolviert, welcher Grundschullehrer und -lehrerinnen mit Lehrbefähigung für beide...

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