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Gartenkunst und Wissenschaft

Diskurs, Repräsentation, Transformation seit dem Beginn der Frühmoderne

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Edited By Julia Burbulla and Ana-Stanca Tabarasi-Hoffmann

Geniale Entdeckungen wie auch gewöhnliche Praxen aus den Formal-, Ingenieur- und Naturwissenschaften prägen die Gartenkunst der Neuzeit. Seit jeher reagierte die Gartenkunst auf wissenschaftliche Revolutionen und gab wissenschaftlichen Ergebnissen, Methoden und Stilen einen ästhetischen Ausdruck. Umgekehrt nutzten Macht und Wissenschaft den Garten als Gestaltungsraum, um ihre Leistungsfähigkeit zu demonstrieren, und das Gartenmotiv, um ihre Utopien zu veranschaulichen.
Die Beiträge des interdisziplinären Bandes greifen diese vielfältige und spannungsvolle Kooperation erstmalig sowohl im europäischen wie außereuropäischen Kontext auf. Sie machen deutlich, dass eine Gartenforschung, die über die geistig-literarische Kultur hinausgeht, besser imstande ist, die Perioden der Gartengeschichte zu erfassen und die gartenkünstlerischen Werke historisch angemessen zu bewerten.

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HUBERTUS FISCHER, VOLKER REMMERT, JOACHIM WOLSCHKE-BULMAHN Wissen und Gärten. Gartenkunst und Naturwissenschaften in der Frühen Neuzeit. Mathematisierung und Verwissenschaftlichung in der frühneuzeitlichen Gartenkunst 271

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Wissen und Gärten Gartenkunst und Naturwissenschaften in der Frühen Neuzeit. Mathematisierung und Verwissenschaftlichung in der frühneuzeitlichen Gartenkunst Forschungsvorhaben HUBERTUS FISCHER, VOLKER REMMERT, JOACHIM WOLSCHKE-BULMAHN Im März 2009 wurde von den Autoren dieses Beitrags mit der Volkswagen- Stiftung das Forschungsvorhaben „Gartenkunst und Naturwissenschaften in der Frühen Neuzeit – Mathematisierung und Verwissenschaftlichung in der frühneuzeitlichen Gartenkunst“ in einer ersten Gesprächsrunde erör- tert. Die Ursprünge zu diesem Forschungsvorhaben liegen in den langjähri- gen Forschungen von Volker Remmert zu den Zusammenhängen zwischen den mathematischen Wissenschaften und der Gartenkunst in der Frühen Neuzeit. Diese Thematik stellte er im Rahmen von zwei Vorträgen am Zen- trum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover (CGL) vor, zuletzt im Mai 2007.1 Daraus resultierten Überle- gungen, ein umfassendes interdisziplinäres Forschungsprojekt zu entwickeln, welches Disziplinen wie die Geschichte der Mathematik und der Naturwis- senschaften, die Geschichte der Gartenkunst und die Literaturwissenschaf- ten zusammenführt und in mehreren Stufen angelegt ist. Die nachfolgende Projektskizze gibt einen Einblick in dieses Forschungsvorhaben. I. Allgemeine Beschreibung und Anschlussmöglichkeiten Ob Medizin, Mathematik, Botanik: eine systematische Erforschung des Zusammenhangs von Wissen und Gärten steht aus. Trotz zahlreicher Ein- zelstudien liegen nicht einmal für einzelne Wissensformationen, für die 1 Siehe dazu Volker R. Remmert: „Von dem Gärtner und wie er beschaffen seyn soll“: Gartenkunst und mathematische Wissenschaften in der Frühen Neuzeit. In: Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Leibniz Universität Hannover: Bericht...

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