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Subjekt – Objekt – Intersubjektivität

Eine Untersuchung zur erkenntnistheoretischen Subjekt-Objekt-Dialektik Hegels und Adornos mit einem Ausblick auf das Intersubjektivitätsparadigma Habermas’

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Fabrizio Moser

Subjekt, Objekt und Intersubjektivität bilden drei der wohl zentralsten Elemente im menschlichen Erkenntnisprozess. Anhand einer kritischen Rekonstruktion der Erkenntnistheorien Hegels und Adornos beleuchtet die vorliegende Arbeit die Dialektik zwischen Subjekt und Objekt der Erkenntnis aus zwei verschiedenen Perspektiven. Durch den grundsätzlichen Paradigmenwechsel Habermas’ von der Bewusstseinsphilosophie zu einem kommunikationstheoretischen Paradigma wird es möglich, kommunikative Intersubjektivität als unverzichtbares Element der Erkenntnis angemessen zu thematisieren.
Der Gang von Hegel über Adorno zu Habermas wird in der vorliegenden Monographie nicht als ein stetiger Fortschritt verstanden, an dessen Zielpunkt die Habermas’sche Theorie als der Weisheit letzter Schluss stehen würde. Vielmehr erweist sich der Dreischritt selbst als ein dialektischer, der am Ende, angereichert durch Erfahrungen, wieder in seinen Ausgangspunkt mündet. So endet die Untersuchung letztlich mit dem kommunikationstheoretisch angereicherten Desiderat einer modernen Subjekttheorie.

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I. Hegels Philosophie des Subjekts 5

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5I. Hegels Philosophie des Subjekts 6 71. Die Stellung der Phänomenologie im Gesamtwerk Hegels Wer sich mit irgendeinem Thema Hegels Philosophie beschäftigt, sieht sich mit mannigfaltigen Schwierigkeiten konfrontiert. Eine davon findet sich im Umstand der Systematik des Hegelschen Denkgebäudes. Leicht entsteht der Eindruck, es könne nichts zu einem bestimmten Werk gesagt werden, ohne dabei das ganze System zu berücksichtigen. Dies mag bei einem Philosophen, der oft genug als Vertreter eines holistischen Ansatzes verstanden wird, auch nicht sonderlich erstaunen. Als gerade- zu klassisch erweist sich deshalb der Vorwurf der Partialität gegen- über der Kritik an Hegel oder gegenüber Interpretationen seiner Philo- sophie. Natürlich ist es immer leicht, eine gewisse Position bezüglich eines Werks Hegels zu kritisieren, indem ihr mangelnde Berücksichti- gung des ganzen Systems vorgeworfen wird. Selbst eine immanente Kritik der Theorie gerät dadurch beinahe zum Ding der Unmöglichkeit. Misst man nämlich Hegels Theorie an ihren eigenen Intentionen und zeigt dabei auf, dass sich diese in seiner Systematik letztlich nicht vollstän- dig einlösen lassen, so verweisen die Kritiker sogleich auf das nächste Werk im Gesamtsystem. Es tut deshalb auch bei der Behandlung eines einzelnen Werkes Not, dieses in den Kontext des ganzen Denkgebäudes zu stellen und kurz auf seinen systematischen Stellenwert einzugehen. Die Phänomenologie des Geistes zählt zwar sicherlich zu den wirk- mächtigsten, jedoch auch zu den dunkelsten und am schwersten ver- ständlichen Werken der Philosophiegeschichte. Nicht ohne Grund stellt...

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