Show Less

Business Improvement Districts

Erfolgreicher Politikimport aus den USA?

Annette Vollmer

Business Improvement Districts bieten einen neuartigen Ansatz zur Stärkung gewachsener Geschäftsbereiche, der die spezifschen Schwächen der in Deutschland bislang genutzten Instrumente überwindet. Mittlerweile haben sechs Bundesländer entsprechende BID-Gesetze verabschiedet und es gibt mehr als 25 BIDs in Deutschland.
Die BID-Idee stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist ein geradezu idealtypisches Beispiel für die US-amerikanische Grundhaltung, sich selbst zu helfen, statt nach dem Staat zu rufen. Angesichts dieses Gegensatzes im Staatsverständnis sowie weiterer gesellschaftlicher und ökonomischer Unterschiede zwischen den beiden Ländern stellt sich die Frage: Warum konnten BIDs erfolgreich nach Deutschland importiert werden?
Dazu werden im ersten Schritt zunächst die sozioökonomischen Rahmenbedingungen in den USA und Deutschland und die Einbettung von BIDs in ihrem jeweiligen Kontext analysiert. Aus dem «Varieties of Capitalism»-Ansatz wird dazu ein Vergleichsrahmen entwickelt. Im zweiten Schritt wird dieser mit Ansätzen des Politiktransfers verschränkt, um daraus Thesen ableiten zu können, die sich auch zur Erklärung des Transfers anderer Instrumente eignen. Die Arbeit liefert außerdem erstmals einen Überblick über US-amerikanische BIDs und eine ausführliche Darstellung des ersten deutschen BIDs in Hamburg.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

VIII Glossar 537

Extract

537 VIII Glossar Board (of directors) Lenkungsgremium eines BID Borough in New York: Stadtbezirk (Bronx, Brooklyn, Manhattan, Staten Island und Queens) in New Jersey: Stadtgemeinde (ursprünglich in einer bestimmten Verwaltungsform) City Council Stadtrat von New York City Community Board eine Besonderheit von New York City: Sie vertreten die Bewohner der 59 Verwaltungseinheiten unterhalb des Borough, bestehen aus Freiwilligen und werden vom Borough President ernannt. Die jeweili- gen Wahlkreisabgeordneten sind nicht-stimmberechtigte, ex-officio Mitglieder. Die Community Boards haben beratende Funktion Governing body Es gibt in New Jersey eine Reihe von unterschiedlichen Verwaltungs- formen für die municipalities: Neben den fünf „traditionellen“ Formen (also cities, boroughs, towns, villages, townships) gibt es zwei sog. „moderne Formen“ mit dem Walsh Act (1911) und dem Municipal Manager Law (1923) sowie vier weitere Formen unter dem Faulkner Act (1950, ge- ändert 1981). Einige Gemeinden haben eine eigene, davon abwei- chende Verwaltungsform unter einer vom Bundesstaat zu genehmi- genden Special Charter. Unter dem Walsh Act besteht der governing body nur aus einer drei oder fünf Mitglieder umfassenden commission. Das Municipal Manager Law sieht einen schwachen, vom Council gewählten Bürgermeister vor. Der in den meisten Gemeinden geltende Faulkner Act wiederum „provides many choices for communities with a preference for a strong execu- tive and professional management of municipal affairs and offers great flexibility in allowing municipalities to select the characteristics of its government: the number of seats on the Council; seats selected at-large, by wards, or through a combination of both; staggered or concurrent...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.