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Abschieds- und Sterbekultur

Gestaltung der letzten Lebensphase mit und in Organisationen

Edited By Ruth Baumann-Hölzle and Egli Consulting

Abschied nehmen begleitet Menschen Zeit ihres Lebens. Im Pflegeheim ist dieses Thema Teil des Alltags: Abschied nehmen vom vertrauten Zuhause, von körperlichen und geistigen Fähigkeiten, von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten. Das eigene Sterben ist dabei die letzte Phase in diesem Abschiedsprozess.
Die Abschieds- und Sterbekultur befasst sich mit der Gestaltung dieser Prozesse. Sie hat viele Facetten und Aspekte, denn jeder Mensch und jede Situation ist verschieden. Eine Institution kann einem Menschen Abschied, Sterben, Tod und Trauer nicht abnehmen, sie kann diesen existenziellen Dingen aber bewusst Raum geben und eine Kultur entwickeln und leben, die individuelles Abschied nehmen und Sterben erlaubt.
Dieses Buch zeigt auf, welche Möglichkeiten Pflegeheimen dafür zur Verfügung stehen und in welchem kulturellen, sozialen und ethischen Rahmen sich eine Abschieds- und Sterbekultur vollzieht. Dabei werden auch schwierige Themen wie Suizidwünsche von Heimbewohnern, der Umgang mit Patientenverfügungen und Rituale zur Bewältigung von Abschied und Trauer diskutiert. Basis dafür bilden die Erfahrungen, die in einem Projekt zum Thema in der Bethesda Pflege-Residenz in Küsnacht gesammelt worden sind. Reich illustriert vermittelt das Buch die Grundzüge eines humanen Umgangs mit einer existenziellen Herausforderung jedes Menschen.

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Anhang 139

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K ap it el ü b er sc h ri ft 13 9 Anhang Te ile ü b er sc h ri ft 14 0 14 1 Auszug Fragebogen für Ärztinnen und Ärzte – Sterbephase Wer informiert die Angehörigen und wie? Wann wird die Heimleitung durch wen informiert? Werden die Angehörigen auch betreut und begleitet? Wenn ja, durch wen? Werden die Mitbewohnerinnen und die im Hausdienst tätigen Personen auch informiert? Wenn ja, durch wen? Wer begleitet die sterbende Person? Wird auf die ganz individuellen speziellen Bedürfnisse des sterbenden Menschen in dieser Situation eingegan- gen? Fragebogen Faktenerhebung 14 2 A n h an g Auszug Fragebogen für Pflegende – Todesfall: Konkretes Vorgehen Wer wird wann wie durch wen informiert? Wie sieht die interdisziplinäre Zusammenarbeit im (erweiterten) Betreuungsteam aus? Wie wird mit den Angehörigen kommuniziert? Wer spricht mit den Angehörigen? In welchem Rahmen? Wie lange steht ein Bett leer nach einem Todesfall? Besteht – sofern von den Angehörigen offen gelassen – für alle Betreuenden und Mitbewohnerinnen die Möglichkeit, an der Beerdigung teilzunehmen, falls erwünscht? Wenn nein, warum nicht? In welcher Form werden nach einem Todesfall die per- sönlichen Gegenstände an die Angehörigen zurückge- geben? 14 3 Jeder Mensch und jede Situation ist verschieden – so auch das Abschiednehmen und das Sterben. Abschiednehmen, Sterben, Tod und Trauer gehören ebenso wie das Leben und die Freude im Bethesda dazu und haben ihren Raum und ihre Zeit. Menschenbild, Würde und Autono- mieanspruch der...

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