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20 Jahre Mauerfall

Diskurse, Rückbauten, Perspektiven

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Edited By Marta Fernández Bueno and Torben Lohmüller

Was bleibt mehr als zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer von der Kultur der DDR? Wie wird heute über sie geschrieben und gedacht? Die Beiträge betrachten die ästhetisch-künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ende der DDR sowie das intellektuelle Nachleben. Es melden sich Stimmen aus Deutschland, Spanien, Frankreich und den USA zu Wort und bereichern die Debatte durch ihre je eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründe. Die Beiträge setzen sich einerseits direkt mit Autoren, die wie B. Brecht, S. Hermelin, C. Hein, E. Loest, I. Morgner, H. Müller und C. Wolf in der DDR gewirkt haben, auseinander. Andererseits richten sie aber auch den Blick auf die Generation der «Zonenkinder» und deren Einfluss auf die aktuelle Erinnerung an die DDR; über den diskursiven und materiellen Umgang mit ihrer Geschichte.

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Gespräch zur DDR-Literatur in der Auslandsgermanistik 279

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Gespräch zur DDR-Literatur in der Auslandsgermanistik Im Rahmen einer Tagung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls an der Universidad Complutense de Madrid baten wir David Bathrick, Wolf- gang Emmerich, Therese und Frank Hörnigk, Ana Pérez López, Ma- nuel Maldonado Alemán und Jean Mortier zu einem Gespräch über den Status der DDR-Literatur in der Auslandsgermanistik. Diese sehr interessante Debatte, die in großem Maße auch von den persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer lebt, haben wir im Folgenden zusam- mengefasst. Wie würden Sie die Rolle der DDR-Literatur innerhalb der Germanistik in Ihrem Land charakterisieren? David Bathrick: Obwohl ein Großteil der amerikanischen Hochschulen die Literatur der DDR nicht unterrichtet hat, gibt es bestimmte Universitäten, die sich bis heute mit dem Thema beschäftigen. Wie bekannt unterscheiden wir in den USA zwischen Undergraduate und Graduate Studenten. Die Undergraduates studieren vier Jahre, die Graduates dann noch einmal zwei bis fünf Jahre weiter. Es gibt also zwei Ebenen. Ich habe ab Mitte der 70er Jahre sowohl Graduate als auch die Undergraduate-Studenten in die DDR- Literatur eingeführt. Bei den Undergraduates mussten wir wegen ihrer man- gelnden Sprachkenntnisse auf Übersetzungen zurückgreifen, sodass es keine so große Auswahl von DDR Autoren gab, dafür aber ein großes Interesse an bestimmten Autoren. In der Folge haben wir bei den Undergraduates die DDR-Literatur also nicht getrennt, sondern integriert mit der deutschen Gegenwartsliteratur unterrichtet. Bei dem großen Interesse an Autoren wie Christa Wolf, Bertolt Brecht, oder Heiner...

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