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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft XXXIII (2011)- In Verbindung mit dem Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft

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Inhalt: Michael Kaiser: Eine misslungene Bewährungsprobe des Prager Friedens. Melchior von Hatzfeldt und die Schlacht bei Wittstock (1636) – Martin Winter: «Die Veste Dömitz und Werben, Waren der Länder Verderben». Truppenbewegungen und befestigte Lager im Vorfeld der Schlacht bei Wittstock – Joachim Krüger: Die Schlacht bei Wittstock aus schwedischer Perspektive – Marian Füssel: Die Fabrikation einer Schlacht. Wittstock (1636) als Medienereignis – Sabine Eickhoff/Anja Grothe/Bettina Jungklaus: «Dass blutige Treffen bei Wittstock den 4. octobris 1636». Söldnerschicksale interdisziplinär untersucht – Gundula Gahlen: «Die Pest hatte sie schon sehr verderbet, aber die Feinde noch viel mehr». Bevölkerungseinbußen der Stadt Perleberg im Dreißigjährigen Krieg – Rosmarie Zeller: Rhetorik der Schlachtbeschreibung. Lucan, Tasso, Sidney und Grimmelshausen – Jana Maroszová: Die Schlachten bei Wittstock und Nördlingen in Grimmelshausens simplicianischem Zyklus – Friedrich Gaede: Der Gegenlauf als Kriegsprinzip. Grimmelshausen: ein Pionier der Friedensforschung – Klaus Haberkamm: Simplicianischer ‘Euphuismus’. Hypertrophe Rhetorik in Grimmelshausens Schlachtschilderungen – Dieter Breuer: Die Friedensschriften des Erasmus während des Dreißigjährigen Krieges – Dirk Niefanger: «Die Welt vol Schrecken». Die Schlacht bei Wittstock in Georg Greflingers Epos Der Deutschen Dreyßig-Jähriger Krieg und seinen Chroniken – Jost Eickmeyer: Blutsäufer oder Held? Zum kontroversenÿ

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HANS-JOACHIM JAKOB (Siegen) Notizen zur produktiven Rezeption unhandlicher Folianten. Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch und das Theatrum Europaeum Welche Bücher Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen konsul- tiert hat, als er seine zahlreichen Werke verfertigte, beschäftigt die Grimmelshausen-Forschung seit ihren Anfängen.1 Bereits Heinrich Kurz weist in seiner kommentierten Ausgabe des „Barock-Simplicissi- mus“ von 1863 auf mögliche Quellen hin – auch auf die berühmte Chronik Theatrum Europaeum.2 Weitere spektakuläre Erfolge konnten Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Reihe von Aufsätzen erzielt wer- den.3 Der Marburger Archivar Gustav Könnecke erforschte zudem 1 Die vorliegenden Ausführungen wurden zuerst als Vortrag während des Workshops „Das Theatrum Europaeum. Wissensarchitektur einer Jahrhundertchronik. Interdis- ziplinärer Workshop des DFG-Projekts ‚Welt und Wissen auf der Bühne. Die Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit‘“ am 13. März 2011 in Kassel präsentiert. 2 Heinrich Kurz: Anmerkungen [und Nachträge]. In: Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Simplicianische Schriften. Tl. 2. Hrsg. und mit Erläuterungen versehen von Heinrich Kurz. Leipzig 1863 (Deutsche Bibliothek 4), S. 366–463, hier S. 437, 444–445, 447–448, 452–454 und 458–459. – Das Theatrum Europaeum wird in der Folge als TE mit Angabe des jeweiligen Bandes (römische Ziffer) und der jeweiligen Seite (arabische Ziffer) abgekürzt. Zugrunde gelegt wird die digita- le Ausgabe der Universitätsbibliothek Augsburg (http://www.bibliothek.uni-augs burg.de/dda/dr/hist/uba000236-uba000256_link.html, Abruf 14.03.2011). Bei dem in der Folge behandelten Bd. III handelt es sich um die Ausgabe Frankfurt a. M. 1670 (Erstdruck Frankfurt a. M....

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