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Magie und Sprache

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Carlotta von Maltzan

Im Zeitalter der Globalisierung und nach der kulturwissenschaftlichen Wende verdient eine Auseinandersetzung mit den Bedeutungsdimensionen der Magie und Sprache in der Literatur im Kontext afrikanisch-europäischer Beziehungen erneute Aufmerksamkeit. Untersucht wird deshalb die Wahrnehmung von Praktiken der Magie und sprachlichen Handlungen in verschiedenen Gesellschaften. Unterliegt sie kulturellen Deutungsmustern? Wie interpretiert der nach Afrika reisende Europäer Lebensweisen dortiger Einwohner wie etwa in Texten von Ilija Trojanow (Ostafrika), Olaf Müller (Namibia), Yoko Tawada oder Ruth Weiss (Südafrika)? Wie bewertet er Rituale und magische Praktiken in Kenia (Loesch), wie blutige Auseinandersetzungen in Ruanda (Bärfuss, H.C. Buch) oder sprachliche Handlungen wie die der Namensgebung? Eine andere Umsetzung finden Magie und Sprache im europäischen Kontext, von der Rolle des Sprachmagiers bei Thomas Mann, Joseph Roth und Johannes Bobrowski bis zur Sprachmagie im Sinne Benjamins, als Beschwörung bei Paul Celan, im magischen Denken bei Alissa Walser und als Entzauberung bei Wolfgang Koeppen. Dieser Band präsentiert Ergebnisse der Tagung «Magie und Sprache», die im April 2011 an der Universität Pretoria in Südafrika stattfand.

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Autorinnen und Autoren Rolf Annas: Promotion 1986 (Stellenbosch), Senior Lecturer an der Univer- sität Stellenbosch, Präsident des Germanistenverbandes im südlichen Afrika (SAGV), Prüfungsbeauftragter des Goethe-Instituts, Forschungsschwerpunk- te: Landeskunde, Deutsch in Südafrika, deutsche Auswanderung nach Süd- afrika, Veröffentlichungen in: Jahrbuch für Internationale Germanistik, Acta Germanica, eDUSA und in mehreren Sammelbänden. Bruno Arich-Gerz: Studium der Anglistik, Romanistischen Philologie (Spa- nisch) sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Köln (1988–1993); Promotion in Konstanz über Rezeptionsästhetik und Thomas Pynchon (2000); zwischen 2002 und 2009 Juniorprofessur am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der TU Darmstadt. Danach Koordinator von Forschungsprojekten mit Afrika- bzw. Namibiabezug an der FH Nordhausen und der Universität Köln. Jan Assmann: Jg. 1938, Dr. phil., Dr. h.c. mult., Professor em. für Ägyptolo- gie an der Universität Heidelberg und Honorarprofessor für Kulturwissen- schaft und Religionstheorie an der Universität Konstanz. Forschungsschwer- punkte sind neben archäologischer Feldarbeit (Thebanische Nekropolen) ägyptische Religion und Literatur in theoretischer und vergleichender Pers- pektive, Kulturtheorie (bes. das „kulturelle Gedächtnis“), allgemeine Reli- gionswissenschaft (Polytheismus und Monotheismus) sowie die Rezeption Ägyptens in der europäischen Geistesgeschichte. Zu Thomas Mann erschien: Thomas Mann und Ägypten. Mythos und Monotheismus in den Josephs- romanen, München 2006. Die kommentierte Neuausgabe der Josephsroma- ne (mit Dieter Borchmeyer und Peter Huber) im Rahmen der GKFA steht vor dem Abschluss. Julia Augart: Studium der Germanistik und Anglistik an den Universitäten Freiburg, University of California at...

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