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Argumentative Strukturen in Sprichwörtern

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Sarah Hoffmann

Die Verwendung von Sprichwörtern in der argumentativen Rede gilt heute vielfach als «Phrasendrescherei». Dennoch spiegelt der Sprichwortschatz einer Sprachgemeinschaft zentrale argumentative Denkstrukturen wider, die im alltäglichen Sprachgebrauch Anwendung finden und nicht wegzudenken sind. Doch welche Argumentationsmuster sind in deutschsprachigen Sprichwörtern tatsächlich anzutreffen? Und welche spielen dabei eine übergeordnete Rolle? Diese Arbeit analysiert argumentative Strukturen von 319 deutschsprachigen Sprichwörtern und liefert eine fundierte Darstellung der repräsentierten Argumentationsmuster. Ausgehend von diesen Analysen wird auch der kritische Umgang mit sprichwörtlicher Argumentation anhand realer Verwendungsbeispiele erprobt. Zudem wird der wichtigen Frage nach dem Zusammenhang zwischen argumentativer Struktur und pragmatischer Funktion der Sprichwörter am Beispiel von Verwendungen in Zeitungstexten nachgegangen.

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Inhalt

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1. Einleitung ................................................................................... 9 2. Methodik .................................................................................. 13 2.1 Erstellung und Analyse des Primärkorpus .......................... 13 2.2 Erstellung und Analyse des Sekundärkorpus ...................... 16 3. Forschungsgegenstand Sprichwort ........................................... 25 3.1 Definitions- und Abgrenzungsfragen .................................. 25 3.2 Funktionale Aspekte ............................................................ 29 3.2.1 Die soziale Funktion des Sprichworts ........................ 29 3.2.2 Sprichwörter als Zeichen für bestimmte Situationen .. 30 3.2.3 Sprichwörter und Präsumtionen ................................. 32 3.2.4 Pragmatische Funktionen von Sprichwörtern ............. 36 3.2.5 Die argumentative Funktion des Sprichworts ............. 38 3.3 Die persuasive Wirkung von Sprichwörtern ....................... 43 3.3.1 Die Autorität des Sprichworts ..................................... 43 3.3.2 Vertrautheit und Rückführung auf bereits Bekanntes . 45 3.3.3 Sympathie durch kulturelle Zusammengehörigkeit .... 45 3.3.4 Vereinfachung komplexer Situationen und Problemstellungen ...................................................... 47 3.3.5 Formelhaftigkeit ......................................................... 48 3.3.6 Metaphorizität ............................................................. 49 3.3.7 Indirektheit ................................................................. 54 3.3.8 Zusammenfassung ...................................................... 54 4. Schlussmuster in Sprichwörtern ............................................... 57 4.1 Kausalität ............................................................................ 66 4.1.1 Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ........................... 71 4.1.2 Pragmatisches Argument ............................................ 83 6 4.1.3 Mittel-Ziel-Argument ................................................ 99 4.1.4 Zeitpunkt-Ziel-Argument ......................................... 115 4.2 Symptomatisches Argument .............................................. 119 4.3 Vergleich ........................................................................... 124 4.3.1 Symmetrie ................................................................. 124 4.3.2 Proportionalität ......................................................... 134 4.3.3 Hierarchien ............................................................... 135 4.4 Gegensatzschemata ........................................................... 144 4.4.1 Ambivalenz ............................................................... 145 4.4.2 Konsistenz und Inkonsistenz .................................... 146 4.5 Ganzes-Teil-Schemata ....................................................... 154 4.6 Definitionsschema ............................................................. 158 4.7 Argumente gegen die Person ............................................. 162 4.8 Andere ............................................................................... 166 4.8.1 Ausnahmeargument .................................................. 166 4.8.2 Induktives Argument ................................................ 168 4.8.3 Autoritätsargument ................................................... 169 4.9 Vorschnelle Verallgemeinerung ......................................... 170 4.10 Aspekttopoi ................................................................... 174 4.10.1 Schein vs. Sein ...................................................... 174 4.10.2 Unvorhersehbarkeit .............................................. 177 4.10.3 Stabilität und Instabilität ....................................... 178 4.10.4 Ungerechtigkeit .................................................... 179 4.10.5 Unmöglichkeit ...................................................... 180 4.10.6 Weitere .................................................................. 180 4.11 Sprichwortvariationen und die argumentative Struktur in Sprichwörtern ............... 183 4.12 Die kritische Hinterfragung von...

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