Show Less

Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400-1750), Bd. 1

Beiträge zur ersten Arbeitstagung in Eisenstadt (März 2011)

Series:

Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

Die Mittlere Deutsche Literatur zwischen 1400 und 1750 weist einen beträchtlichen Bestand an deutschsprachiger Rezeptionsliteratur auf, deren Vorlagen der antiken Literatur (griech. röm.), der Literatur Italiens, Frankreichs und Englands, vor allem aber der neulateinischen Literatur Europas und der europäischen Kirchenliteratur entstammen. Auf diesem Wege ergoss sich eine grosse Flut von neuen Informationen, Ideen und Formen über das lesebegierige Publikum, das zumeist keine andere Sprache als das deutsche Idiom verstand.
Die Sichtung, Aufarbeitung, funktionelle Definition und bildungsgeschichtliche Wertung der Rezeptionsliteratur gehört zu den historisch aussagekräftigsten Aufgaben der Erforschung der Kultur der Frühen Neuzeit. Die erste Arbeitstagung in Eisenstadt (März 2011) hat die Diskussion zu diesem Phänomen eröffnet und befasst sich mit Fragestellungen wie: Welchen Wirkungsraum und welche Funktion hatte die Rezeptionsliteratur? Wer sind die Übersetzer, die Produzenten und wer die Leser? Welche Rezeptionsvorgänge sind festzustellen? Weitere Tagungen zum Thema werden folgen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Hartmut Laufhütte ­– Sigmund von Birkens Aeneis-Übersetzung 243

Extract

Sigmund von Birkens Aeneis-Übersetzung Hartmut Laufhütte (Passau) I. Im Umfeld Sigmund von Birkens (1626–1681)1 ist – wie überhaupt im 17. Jahrhundert – viel aus anderen Sprachen übersetzt worden. Welchen Zwecken diente das? Wenn Birkens literarischer Mentor, Georg Philipp Harsdörffer (1607– 1658)2 in – nicht deklarierter – Zusammenarbeit mit Johann Klaj (1616– 1 Eine wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Biographie Sigmund von Birkens fehlt. Biographische und werkgeschichtliche Information bieten: Sig- mund von Birken. Prosapia / Biographia (Sigmund von Birken. Werke und Kor- respondenz. Hrsg. von Klaus Garber u. a. [künftig: WuK]. Bd. 14, hrsg. von Dietrich Jöns und Hartmut Laufhütte). Tübingen 1988; [Johannes Herdegen]: Historische Nachricht von deß löblichen Hirten- und Blumen-Ordens an der Pegnitz Anfang und Fortgang/ biß auf das durch göttl. Güte erreichte Hundertste Jahr/ mit Kupfern geziert, und verfasset von dem Mitglied dieser Gesellschaft Amarantes. Nürnberg 1744; [Martin Limburger]: Die Betrübte Pegnesis/ Den Leben/ Kunst- und Tugend-Wandel Des Seelig-Edlen Floridans/ H. Sigm. von Birken/ Com. Pal. Caes. Durch 24 Sinn-bilder/ in Kupfern Zur schuldigen Nach-Ehre/ fürstellend/ Und mit Gespräch- und Reim-Gedichten erklärend/ Durch ihre Blumen-Hirten. Nürnberg 1684. (Nachdruck mit einem Nachwort von Dietrich Jöns. Hildesheim u.a. 1993); August Schmidt: Sigmund von Bir- ken, genannt Betulius. 1626–1681. In: Festschrift zur 250jährigen Jubelfeier des Pegnesischen Blumenordens. Hrsg. von Theodor Bischoff und August Schmidt. Nürnberg 1894, S. 481–532; Renate Jürgensen: Melos conspirant singuli in unum. Repertorium bio-bibliographicum zur Geschichte des...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.