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Primärprozess, Emotionen und Beziehungsmuster in Tagträumen

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Isabelle Meier

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine explorative Studie über Imaginationen. Das Erkenntnisinteresse betrifft die Frage, wie in Imaginationen unbewusste und vorbewusste Beziehungsmuster bearbeitet und neue Erlebnis- und Verhaltensmöglichkeiten erprobt werden können. Untersucht wird, ob Imaginationen den Primärprozess aktivieren und wieweit in ihnen Emotionen und Beziehungsmuster positiver ablaufen als in Wacherzählungen. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Hypothesen anhand von 20 Tagträumen von 12 Probandinnen und Probanden untersucht.

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5. Methodisches Vorgehen 95

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95 5. Methodisches Vorgehen Folgende drei inhaltsanalytische Instrumente wurden für die Unter- suchung gewählt: 5.1 Instrumente • Regressive Imagery Dictionary (RID): Computeruntergestützte1 Methode zur Erfassung von Primärprozess Mithilfe des Regressive Imagery Dictionary (RID) kann primär- bzw. sekundärprozesshaftes Material im sprachlichen Material computer- unterstützt erfasst werden. Martindale (1975, 1978) entwickelte die- sen Diktionär, der etwa 2900 Wörter enthält. Das Primärprozess-Vokabular des RID besteht aus: • Triebe (Oralität, Analität, Sexualität) • regressive Kognition (unbekannt, Zeitlosigkeit, verändertes Be- wusstsein, Grenze / Zugang, Narzissmus, Konkretheit) • Empfindung (allg. Empfindung, Berührung, Geschmack, Geruch, Hören, Sehen, kalt, hart, weich) • Ikarische Phantasie (Aufstieg, Höhe, Abstieg, Tiefe, Feuer, Wasser) • defensive Symbolisierung (Passivität, Reisen, zufällige Bewegung, Diffusion, Chaos) 1 Das Prinzip der Computerunterstützung besteht darin, dass der Computer ein durch entsprechende Programmschritte maschinenlesbar gemachter Text nach in ent- sprechenden Listen aufgeführten Einzelwörtern absucht. 96 Das Sekundärprozess-Vokabular umfasst Themen wie • Abstraktes Denken • Verhalten (Soziales Verhalten, instrumentelles Verhalten, Einschrän- kung, Ordnung, Zeitreferenz, moralischer Imperativ) Die deutsche Version wurde von R. Delphendahl während ihres Auf- enthaltes in Ulm entwickelt. Seit 1983 steht das RID in der Ulmer Textbank bez. die vorliegende Version von Prof. E. Mergenthaler zur Analyse von Texten zur Verfügung. Mit dem RID lässt sich die 1. Hypothese untersuchen. • Affective Dictionary Ulm (ADU): Computerunterstützte Methode zur Erfassung von Emotionen Michael Hölzer et al. (1992) entwickelten dieses affektive Wörter- buch in der Abteilung Psychotherapie...

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