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Primärprozess, Emotionen und Beziehungsmuster in Tagträumen

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Isabelle Meier

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine explorative Studie über Imaginationen. Das Erkenntnisinteresse betrifft die Frage, wie in Imaginationen unbewusste und vorbewusste Beziehungsmuster bearbeitet und neue Erlebnis- und Verhaltensmöglichkeiten erprobt werden können. Untersucht wird, ob Imaginationen den Primärprozess aktivieren und wieweit in ihnen Emotionen und Beziehungsmuster positiver ablaufen als in Wacherzählungen. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Hypothesen anhand von 20 Tagträumen von 12 Probandinnen und Probanden untersucht.

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7. Zusammenfassung und Diskussio 179

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179 7. Zusammenfassung und Diskussion 7.1 Diskussion der Methodik Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die drei vorliegenden methodischen Instrumente zu verwenden. Die Resultate zeigen sowohl mit dem ZBKT, wie auch mit den computerunterstützten Methoden Regressive Imagery Dictionary (RID) und Affective Dictionary Ulm (ADU) in die gleiche Richtung. Bezüglich der RID-Methode decken sich unsere Ergebnisse mit den- jenigen der KiP-Einzelfallanalyse von Stigler & Pokorny (2001). Sie sind ebenfalls konsistent mit den Befunden von Reynes et al. (1984): Geschichten von jüngeren Kindern und aus archaischen Gesellschaften enthielten mehr Primärprozesswörter als Geschichten von älteren Kin- dern und aus komplexen Gesellschaften. In unserer Studie enthielten Tagträume ebenfalls mehr Primärprozesswörter als kognitive Reflexio- nen, was die Konstruktvalidität des Regressive Imagery Dictionary bestätigt. Die Befunde mit der ADU-Methode zeigen vielversprechende Hin- weise, etwa hinsichtlich der Affektiven Dichte. Allerdings sind unsere Ergebnisse nur bedingt mit anderen ADU-Studien vergleichbar. So untersuchten wir keine Therapeutenemotionen (diese wurden allerdings von Stigler & Pokorny 2001 untersucht) und keine Veränderung der Objektemotionen in Therapien, wie das in den Studien von Hölzer et al. (1994, 1996b) der Fall war. Unsere Population war nichtklinisch, wir untersuchten keinen therapeutischen Verlauf wie die anderen Stu- dien. Mit der ADU-Methode werden ferner nur 8 Grundemotionen erfasst. Es fehlen Schuld-, Scham-, Neid- und Eifersuchtsgefühle, die einerseits im psychotherapeutischen Alltag eine wichtige Rolle spie- len, andererseits in Tagträumen eher weniger erwähnt werden, sodass diese Kritik für diese Studie wenig relevant ist. 180 Albani et...

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