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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Lothar Mikos Fernsehen bildet Die Bedeutung audiovisueller Medienkompetenz 33

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33 Lothar Mikos FERNSEHEN BILDET DIE BEDEUTUNG AUDIOVISUELLER MEDIENKOMPETENZ In der bundesrepublikanischen Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts gehört es gewissermaßen zur Allgemeinbildung, dem Fernsehen eine negati- ve Auswirkung auf Bildungsprozesse zu bescheinigen – populärer gesagt: Jeder weiß, Fernsehen macht dumm. Millionen von Zuschauern, die täglich die verschiedenen Programme verfolgen, scheinen dies trotz des schlechten Rufs zu genießen. Allerdings äußern sie öffentlich eher ein schlechtes Ge- wissen, wenn sie denn in Gesprächen zugeben, ferngesehen zu haben. Diese allgemein verbreitete öffentliche Stigmatisierung des Fernsehens verdeckt häufig den Blick auf die mit diesem Medium verbundenen Bildungsprozes- se. Fernsehen dient der Anhäufung von kulturellem und auch sozialem Kapi- tal. Wer viel fernsieht ist über viele Dinge informiert. Entscheidend ist je- doch, diese Information in Wissen umzusetzen, d.h. sie zu gegebener Zeit anzuwenden und mit anderen Informationen zu verknüpfen. Bereits Kinder wissen, was sie vom Fernsehen erwarten können und was nicht. So stellt die neunjährige Julia fest: „Im Fernsehen kann man kein Mathe lernen!“1 Den- noch stellt gerade das Fernsehen mit seiner Vielfalt an Sendern, Program- men und Sendungen einen schier unendlichen Fundus für Informationen und Wissen aller Art dar. Es bietet nicht nur Fakten, sondern führt auch Problem- lösungen vor, z.B. in den täglichen Serien, in denen kaum eine Variante persönlicher Beziehungen ausgespart wird. Fernsehen ist daher neben ande- ren Sozialisationsinstanzen wie Elternhaus, Schule und Peergroup ein wich- tiger Faktor der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen....

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