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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Edited By Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Clemens Schwender Medienkompetenz und Alter 49

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49 Clemens Schwender MEDIENKOMPETENZ UND ALTER Die gute Nachricht: Ältere Menschen haben prinzipiell die gleichen kom- munikativen Fähigkeiten wie junge. Natürlich ist es nicht zu ignorieren, dass das Älterwerden von Veränderungen betroffen ist. Hör- und Sehvermögen lassen nach, das Gehirn baut ab, Aufmerksamkeitsdefizite verlangsamen das assoziativ-emotionale Lernen. Doch dies sind keine Probleme, die eine Be- schäftigung durch die Kommunikations- oder Medienwissenschaft erfordern könnten. Nicht die kommunikative Kompetenz baut ab, sondern die Physis, die diese Kompetenzen beeinflusst. Die Disziplinen der Medizin und Geron- tologie wären in diesen Fällen zuständig. Die Veränderungen sind allerdings zu berücksichtigen bei Fragen der altersgerechten Gestaltung von Medienin- halten oder bei Fragen der Funktionen der Medien im Lebenslauf. Eine kommunikationswissenschaftliche Betrachtung ist also nicht im Zentrum der Altersforschung, kann aber sehr wohl Beiträge zu den Konsequenzen des Alterns liefern. Das verminderte Verständnis gesprochener Sprache steht im Zusammen- hang mit den Veränderungen im auditorischen System und die Leseschwie- rigkeiten mit Veränderungen im visuellen. Grundsätzlich wird der Wort- schatz im Alter nicht beeinflusst. Im Vergleich zu jüngeren schneiden ältere Erwachsene in entsprechenden Tests in der Regel sogar besser ab. Im weiter fortgeschrittenen Alter treten möglicherweise Einschränkungen in der Sprachproduktion – wie Wortfindungsschwierigkeiten – auf, die sich auf die Kommunikation negativ auswirken. Mangelhafte Kommunikationsfähigkeit ist dann eine Folgeerscheinung der allgemeinen körperlichen Beeinträchti- gung und keine Besonderheit der Verständigung. Was Alter ist, ist schwer zu fassen. Da gibt es...

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