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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Edited By Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Wolfgang Zacharias Medienkompetenz zwischen Sinnes- und Cyberwelten Orientierungen kulturell-ästhetischer Medienbildung vor und nach 2000 65

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65 Wolfgang Zacharias MEDIENKOMPETENZ ZWISCHEN SINNES- UND CYBERWELTEN ORIENTIERUNGEN KULTURELL-ÄSTHETISCHER MEDIENBILDUNG VOR UND NACH 2000 Die erweiterte Fragestellung: Kulturelle Kompetenz in der Mediengesellschaft Als sie noch neu waren, die neuen und digitalen Medien, als das Internet noch weitgehend terra incognita war, eine fremde, faszinierende Welt, als die ersten Computerspiele mit ihrem etwas hölzern berechenbaren Charme eher Finger- als Strategiegeschicklichkeit erforderten, stand ihre „kulturelle Dimension“ durchaus schon heftig und strittig zur Diskussion. Die einen fürchteten Verwirrungen im interaktiven Labyrinth der Wirklichkeiten und Möglichkeiten, die anderen, eher mehrheitlich, sahen ein neues faszinieren- des Feld einer innovativen und progressiven „kulturellen Medienbildung“ vor sich, das kulturpädagogisch zu besiedeln war – nicht für, sondern mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam.1 Denn eins war damals schon klar: Diese nächste, nachwachsende Gene- ration war und wurde bzw. ist vielfach medienkompetenter als die je ältere. Medienpädagogische Diskurse um „Medienkompetenz“, durchaus in bilden- der Absicht, bearbeiteten das neue Feld allerdings eher bezogen auf die Bin- nenlogik der real existierenden Medienwirklichkeit, weniger spekulativ und als kulturelles Phänomen mit langer Vergangenheit und ungewissen Zukünf- ten im Schnittpunkt der Gegenwart. Im Kontext der Kulturpädagogik aller- dings ergab sich damals, in den 90er Jahren, durchaus auch flankiert von Kinder- und Jugendforschung einerseits und kulturwissenschaftlichen, kul- turphilosophischen Analysen andererseits, ein Diskurs um eine erweiterte, eben künstlerisch-kulturelle Dimension der je neuen und neuesten Medien, der digitalen Netze, der Spiel- und Lernwelten als Cyberspace und mit dem Rückbezugsbedarf auf die sinnlich-leibliche sowie kulturell-symbolische Natur...

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