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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Edited By Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Angela Zumpe Me, Myself and Eye – Erinnerungstechniken in (auto-)biografischen Filmen 105

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105 Angela Zumpe ME, MYSELF AND EYE – ERINNERUNGSTECHNIKEN IN (AUTO-)BIOGRAFISCHEN FILMEN In der Literatur ist das Genre der Auto-Biografie eine gängige und oft über- strapazierte Form. Die Bandbreite reicht vom Roman, in dem die eigenen Erlebnisse literarisch-fiktiv verarbeitet werden, über Prominenten-Biografien bis zu Tagebüchern, deren Autoren etwas „aufheben“ und „festhalten“ wol- len. Ein frühes Beispiel ist das Tagebuch „Il Libro Mio“1 des Malers Jacopo Carrucci, genannt Pontormo, der zu Zeiten von Leonardo da Vinci detailliert die Zusammenhänge von Arbeiten, Essen und Verdauen beschreibt. „Wäh- rend sich Pontormo mit Gemüt und Eingeweiden der Niederschrift seines ‚journal intime‘ hingab, trat ihm sein eigener Körper vor das Auge, der durch das Aufgeschriebene wieder lesbar wurde. Das Libro mio ist ein ‚horologi- um‘.“ (Salvatore S. Nigro: Pontormos Uhr) Im Film ist es nicht abwegig, etwas, das einem am nächsten steht, nämlich das Auge der Kamera, auf sich selber zu richten – me, myself and eye – und das eigene Leben zum Objekt der Betrachtung zu machen. Doch das birgt auch Tücken und Fallen: Ist es nicht unzumutbar, das Private, Intime ans Licht zu zerren? Gilt auf der anderen Seite der Anspruch, dass nur dann etwas von Interesse ist, wenn sich jeder darin wiederfinden kann? In der Kunst hat es die total subjektive Äußerung, ohne den Blick auf das Publikum, immer gegeben. Im Film stehen introspektive Befragungen, ne- ben der radikalen Exposition des Selbst, die Unmittelbarkeit der Aufzeich- nung des Hier und Jetzt, wie...

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