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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Wolfgang Strauss & Monika Fleischmann Fraunhofer IAIS – MARS / eCulture Factory Berechnete Gedanken – Interaktivität als mediale Spiegelung 111

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111 Wolfgang Strauss & Monika Fleischmann Fraunhofer IAIS – MARS / eCulture Factory BERECHNETE GEDANKEN – INTERAKTIVITÄT ALS MEDIALE SPIEGELUNG In diesem Artikel beschreiben wir die Evolution von Interaktivität in der Medienkunst, die einhergeht mit der Entwicklung von Vernetzungsstruktu- ren und der Herausbildung disziplinübergreifender Arbeitsweisen. Vorwie- gend am Beispiel unserer eigenen Werke interaktiver Medien-Kunst der vergangenen 20 Jahre zeichnen wir die Entwicklung und Veränderung digi- taler Medien von einer neuartigen ästhetischen Erfahrung über eine ver- stärkte Raumorientierung bis hin zum kulturellen Wissens- und Gedächtnis- speicher nach. Berechnete Gedanken – Interaktivität als mediale Spiegelung Das Thema der Interaktivität und der Beteiligung des Zuhörers als Mittel di- rekter Demokratie wird von Bertolt Brecht und Walter Benjamin1 bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisiert. Jean Tinguely lädt Mitte der 1950er Jahre mit seinen „Meta-Malewitch“ Bildern die Betrachter zur Interaktion ein. Die Betätigung eines elektrischen Motors verändert die Konstellation der beweglichen geometrischen Elemente seiner Bilder. In den 60er Jahren greift John Cage in seinen kompositorischen Publikums-Insze- nierungen und Nam Jun Paik in den „Closed Circuit“-Installationen das Thema der Publikumsbeteiligung wieder auf. Roy Ascott inszeniert im Dezember 1983 mit „La Plissure du Texte. A Planetary Fairytale“ ein erstes kollaboratives Schreibprojekt mit verteilter Autorschaft. Mit 14 Städten und 14 Kommunikations-Knoten veranstaltet er auf der Basis des ARTEX e-mail Programms einen internationalen Telekommunikationsevent.2 Teilnehmer 1 Walter Benjamin und Bertolt Brecht beklagen in den 1920er Jahren mit dem Aufkommen des Rundfunks das schlechte Programm, das...

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