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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Edited By Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Jens Joost-Krüger Wenn sich eine Stadt bewirbt Von den Folgen der Kulturhauptstadtbewerbung Bremens 173

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173 Jens Joost-Krüger WENN SICH EINE STADT BEWIRBT VON DEN FOLGEN DER KULTURHAUPTSTADTBEWERBUNG BREMENS Die Bewerbung Bremens als Kulturhauptstadt Europas 2010 startete im Januar 2003 mit einem Senatsbeschluss und endete im März 2005 mit der Verkündung der Auswahl der Städte Essen (Ruhr 2010) und Görlitz als deutsche Kandidatenstädte für die endgültige Entscheidung, die den Gre- mien der Europäischen Union überlassen blieb. Dort fiel später die Ent- scheidung für Ruhr 2010. Bis zu dem Juryentscheid gewann die Bewerbung in der Hansestadt eine zentrale Bedeutung, die der Kultur eine neue, bis dahin nicht gekannte Rolle zuwies. Mehr noch: die Bewerbung konnte zunehmend Einfluss auf das Selbstverständnis der ganzen Stadt geltend machen. Kultur wurde zu einem Hoffnungsträger für den notwendigen weiteren Umbau der Stadt. Nach dem Ausscheiden aus dem Wettbewerb war das Bemühen um die Absicherung und die Fortsetzung der während der Bewerbung gewonnenen Erfahrungen ein Problem. Es wurde schwierig, neue Wege der Kulturförde- rung zu gehen und auf die Wirksamkeit von Kultur für die Entwicklung der ganzen Stadt zu setzen. Knapp drei Jahre nach dem Ende des Kulturhaupt- stadtprozesses ist kein Einfluss der Bewerbung auf den politischen Diskurs mehr spürbar. Die Erfahrung, dass Kultur in Bremen eine größere Bedeutung für die weiter notwendige Umstrukturierung der Stadt reklamieren kann, ist völlig verblasst. Vom Nutzen der Bewerbung Die Bremer Bewerbung konnte sich von Beginn an auf einen breit angeleg- ten gesellschaftlichen Konsens...

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