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«Denn die Zeit ist nahe»

Eschatologie in Grimmelshausens Simplicianischen Schriften: Zeit und Figuren der Offenbarung

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Jana Maroszova

«Was ist also Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich einem Fragenden es erklären, weiß ich es nicht» Augustinus’ Frage fordert nach wie vor heraus.
Jede Erzählung entfaltet sich in der Zeit und stellt selbst Zeit dar. Obwohl die Zeit gleich im ersten Satz der Simplicianischen Schriften von Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen in den Blick gerät, wurde sie für die Gesamtheit seines Romanzyklus weder explizit thematisiert noch ausführlich systematisch untersucht. Was lässt sich bei Grimmelshausen von dem entdecken, was man in Religion und Geisteswissenschaften von Zeitmessung und Zeitwahrnehmung in der Frühen Neuzeit findet? Was bringt dieses Wissen für die Romaninterpretation? Wie spiegelt sich die im 17. Jahrhundert noch vom heilsgeschichtlichen Konzept geprägte Zeitwahrnehmung in Grimmelshausens Werk wider? Wird sie vom Autor für seine Intentionen funktionalisiert?
Das vorrangige Erkenntnisziel dieser Arbeit orientiert sich an der Frage, wie die ‘Zeit’ in Grimmelshausens Romanzyklus innerhalb der erzählten Geschichten und der verwendeten Bildlichkeit und Motivik dargestellt wird und wie sie sich zum Kontext des zeitgenössischen apokalyptischen und utopischen Schrifttums verhält.

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Widmung und Danksagung 9

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9 Widmung und Danksagung Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2011 als Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie an der Ludwig-Maxi- milians-Universität München und an der Karls-Universität Prag ange- nommen. Für die Druckfassung wurde sie wesentlich gekürzt. Diese Arbeit sei allen gewidmet, die ihre Entstehung und Niederschrift ermög- licht, begleitet und durch ihre Hilfsbereitschaft gefördert haben, meinen Lehrern und allen, die sich für die Literatur der Frühen Neuzeit interes- sieren. An dieser Stelle sei zuerst vor allem den „Vätern“ gedankt, allen voran Herrn Prof. Dr. Paul Sappler (†) aus Tübingen. Ohne ihn wäre mein Interesse für die Literatur vor 1700 überhaupt nicht denkbar. Mein herz- licher Dank gilt den offiziellen Betreuern meiner Dissertation, den Her- ren Prof. PhDr. JiĜí Stromšík, CSc., Doc. PhDr. Milan Tvrdík, CSc. und Herrn Prof. Dr. Friedrich Vollhardt aus München. Ihnen allen danke ich für manche Hilfe und Unterstützung während des Doktorstudiums. Mein großer Dank gebührt meinen Eltern für ihre Geduld und ihr Interesse an meiner Arbeit, Freunden und Bekannten, sowie allen Kol- leginnen und Kollegen für ihre Unterstützung. Die Fertigstellung der Arbeit wäre nicht zu verwirklichen gewesen ohne die Arbeitsbedingun- gen, die mir die finanzielle Förderung durch das Admoni-Programm des DAAD ermöglicht hat, ohne das Stipendium im Rahmen der Partner- schaftsverträge zwischen der Karls-Universität in Prag und der Ludwig- Maximilians-Universität in München und vor...

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