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Die Poesie der Zeichensetzung

Studien zur Stilistik der Interpunktion

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Alexander Nebrig and Carlos Spoerhase

Satzzeichen sind für Literatur konstitutiv, moderne Schriftlichkeit ohne sie undenkbar. Dennoch spielen die Zeichen, die zwischen den Wörtern stehen, in der literaturwissenschaftlichen Praxis nahezu keine Rolle. Von berühmten Beispielen wie Heinrich von Kleists Gedankenstrich in der «Marquise von O...» abgesehen, hat der virtuose Gebrauch von Satzzeichen, der sich bei großen Autoren der deutschen Literatur beobachten lässt, bisher keine angemessene stilistische Aufmerksamkeit gefunden.
Dem vorliegenden Band geht es um eine literatur- und kulturhistorische, aber auch stilistische Rekonstruktion der vielfältigen Formen und Funktionen der Satzzeichenverwendung und -wahrnehmung. Die Beiträge entwerfen eine differentielle Beschreibung der Verwendung von Satzzeichen in Bezugstexten unterschiedlicher literarischer Epochen, Strömungen und Autoren. Ergänzt werden die 16 Originalbeiträge durch drei klassische Studien der Interpunktionsstilistik von Theodor W. Adorno, Hans-Georg Gadamer und Jürgen Stenzel.

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INHALTSVERZEICHNIS 5

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INHALTSVERZEICHNIS ALEXANDER NEBRIG, CARLOS SPOERHASE Für eine Stilistik der Interpunktion 11 JÖRG TREMPLER Richard Galpin Literarische Satzzeichen auf Leinwand 33 ALEXANDER NEBRIG, CARLOS SPOERHASE Über den Aufbau und die Beiträge dieses Bandes 41 I. Grundlagen 53 THEODOR W. ADORNO Satzzeichen (1956) 55 HANS-GEORG GADAMER Poesie und Interpunktion (1961) 61 JÜRGEN STENZEL Versuch einer Hermeneutik der Satzzeichen (1966) 69 II. Studien 87 LUTZ DANNEBERG Das perforierte Gewand: Geschichte und hermeneutische Funktion von dictinctiones, partitiones und divisiones 89 HANS-JÜRGEN SCHEUER Die Zeichensetzung ist eine Frau namens Eleonore Aus dem Imaginarium der vormodernen Interpunktion 133 Inhaltsverzeichnis 6 ANDREA POLASCHEGG Ausdruckskunst! Satzzeichen als Indizien des Affekts in Ode und Briefroman des 18. Jahrhunderts 157 ETHEL MATALA DE MAZZA Asteriske und Oberbeistrichlein Über Fehlanzeigen in Herders und Goethes Volkspoesie 183 RALF KLAUSNITZER „(die Schriftgelehrten mögen ihn erklären)“ Zum Kommagebrauch des Heinrich von Kleist 203 ERNST OSTERKAMP Drei Punkte Capriccio über ein Ärgernis 239 JOACHIM RICKES (Anstands-)Striche in Heinrich Heines Gedicht „Beine hat uns zwei gegeben / Gott der Herr“ 259 JOSEPH VOGL Der Gedankenstrich bei Adalbert Stifter 275 STEFFEN MARTUS Stefan Georges Punkte 295 MICHAEL KÄMPER-VAN DEN BOOGAART Nachgelesen!!! Adorno ausgeBECHERt: Zur Lektüre expressionistischer Ausrufungszeichen 329 ULRIKE VEDDER „Verhoffen“: Gedankenstriche in der Lyrik von Ingeborg Bachmann, Nelly Sachs und Paul Celan 345 ERHARD SCHÜTZ Der Einzige und die Typenwirtschaft Satz- und andere Zeichen bei Arno Schmidt 363 Inhaltsverzeichnis 7 ROLAND BERBIG „und sie, das Kind das ich war“ Satzzeichen und Zeichensetzung bei Uwe Johnson...

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