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Mittlere Deutsche Literatur und Italien

Beiträge zu Ehren von Emilio Bonfatti

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Edited By Federica Masiero

Dieser Band versammelt Beiträge zu Ehren von Emilio Bonfatti (*Mirandola 1942, † Padova 2007), der von 1982 bis 2007 den Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der Universität Padua innehatte. Emilio Bonfatti war einer der wichtigsten Repräsentanten der italienischen Forschung zur Mittleren Deutschen Literatur (1400−1750), dessen Arbeiten im In- und Ausland hohes Ansehen genießen. Freunde, Kollegen und Schüler beleuchten verschiedene Themen seines Forschungsgebietes. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche, denen sein besonderes Interesse galt: die deutschsprachige Rezeptionsliteratur mit italienischen Vorlagen und die kulturellen Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und Italien in der Frühen Neuzeit. Es finden sich zudem Beiträge zur originalen deutschen Literatur jener Zeit und zur deutschsprachigen Rezeptionsliteratur mit Vorlagen aus anderen Ländern. Der Band umfasst vierzehn Beiträge und eine Darstellung der wissenschaftlichen Tätigkeit von Emilio Bonfatti. Ein Verzeichnis der Schriften des Geehrten schließt das Werk ab.

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PATRIZIA MAZZADI Werke und Sprachgebrauch der Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Tendenzen der Forschung 33

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33 PATRIZIA MAZZADI (Urbino) Werke und Sprachgebrauch der Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Tendenzen der Forschung 1. Einleitung Warum einen Beitrag über eine Autorin anbieten, deren Werk in Italien weder bekannt ist noch auf den ersten Blick Verbindung mit italienischen Werken der Zeit aufweist? Weil Elisabeth von Nassau-Saarbrücken weiterhin für viele Rätsel und Fragen in der Forschung sorgt, weil ihre Werke zu einer Bereicherung der sich mit Texten aus dem 15. Jh. beschäftigenden italienischen Germanistik beitragen können und schließlich, weil eine genauere Analyse zeigt, dass in ihren Romanen Motive und Einflüsse präsent sind, die auch in Italien be- kannt waren und durch Umwege nach Deutschland kamen, wo sie eine weitere Bearbeitung erfuhren. Elisabeth von Nassau-Saarbrücken wurde um 1395 in Lothringen als Tochter des Herzogs Friedrich von Lothringen und seiner Frau, der um drei- zehn Jahre älteren und in beiden vorangegangenen Ehen kinderlos geblie- benen Marguerite von Vaudémont und Joinville, geboren. 1412 wurde Elisa- beth mit dem Grafen Philipp I. von Nassau-Saarbrücken vermählt. Durch den verwitweten, um dreißig Jahre älteren Gatten kam Elisabeth nach Deutsch- land, wo sie drei Kinder gebar: Philipp (1418), Johann (1423) und Marga- rete (1426). Am Hof der Eltern, einem Hof, an dem die Beschäftigung mit Literatur nachweisbar bezeugt ist,1 wuchs Elisabeth frankophon auf und lernte höchstwahrscheinlich erst nach ihrer Hochzeit die deutsche Sprache ken- nen, da ihr Ehemann des Französischen nicht mächtig war. Angesichts der Nähe zur sprachlichen...

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