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Mittlere Deutsche Literatur und Italien

Beiträge zu Ehren von Emilio Bonfatti

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Federica Masiero

Dieser Band versammelt Beiträge zu Ehren von Emilio Bonfatti (*Mirandola 1942, † Padova 2007), der von 1982 bis 2007 den Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der Universität Padua innehatte. Emilio Bonfatti war einer der wichtigsten Repräsentanten der italienischen Forschung zur Mittleren Deutschen Literatur (1400−1750), dessen Arbeiten im In- und Ausland hohes Ansehen genießen. Freunde, Kollegen und Schüler beleuchten verschiedene Themen seines Forschungsgebietes. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche, denen sein besonderes Interesse galt: die deutschsprachige Rezeptionsliteratur mit italienischen Vorlagen und die kulturellen Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und Italien in der Frühen Neuzeit. Es finden sich zudem Beiträge zur originalen deutschen Literatur jener Zeit und zur deutschsprachigen Rezeptionsliteratur mit Vorlagen aus anderen Ländern. Der Band umfasst vierzehn Beiträge und eine Darstellung der wissenschaftlichen Tätigkeit von Emilio Bonfatti. Ein Verzeichnis der Schriften des Geehrten schließt das Werk ab.

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FEDERICA MASIERO Über das Abhängigkeitsverhältnis der ersten zweideutschen Übersetzungen des Cortegiano (1528) 113

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113 FEDERICA MASIERO (Padua) Über das Abhängigkeitsverhältnis der ersten zwei deutschen Übersetzungen des Cortegiano (1528) Bei Il libro del Cortegiano (editio princeps Venedig 1528 bei Aldo Romano und Andrea d’Asola) handelt es sich um einen der wenigen Texte der italie- nischen Literatur, die eine starke und andauernde Präsenz in der Kultur des ancien régime einnahmen und die eine nachhaltige und tief greifende Wir- kung auf ganz Europa ausübten. Seine Vorbildlichkeit für die Entfaltung der europäischen Hofliteratur ist seit geraumer Zeit weitgehend unbestritten.1 Ebenso unbestritten sind die auffällige Verspätung und der sehr bescheide- ne buchhändlerische Erfolg, die das Erscheinen der ersten zwei deutschen Übersetzungen des Meisterwerks von Castiglione im Vergleich zu den Ver- öffentlichungen anderer fremdsprachiger Fassungen kennzeichnen.2 1 Der Leser darf in der vorliegenden Arbeit weder eine Darstellung des Werkes noch eine ausführliche Bibliographie zum Cortegiano erwarten. Beides würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Hier sei lediglich zur allgemeinen Orien- tierung auf die grundlegenden Bände vom Centro Studi Europa delle Corti hingewiesen: La Corte e il „Cortegiano“, Band I: La scena del testo. Hrsg. von Carlo Ossola. Roma: Bulzoni 1980; Band II: Un modello europeo. Hrsg. von Adriano Prosperi. Roma: Bulzoni 1980 (= Biblioteca del Cinquecento 8–9). Zur Funktion des Cortegiano als Archetext der europäischen Literatur übers Benehmen vgl.: Carlo Ossola: Dal „Cortegiano“ all’„uomo di mondo“. Storia di un libro e di un modello sociale. Torino: Einaudi 1987, insbesondere Kapi- tel II: La nascita del...

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