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Wie Bilder «entstehen»

Prozess und Produkt (Band 4)

Dieter Maurer, Claudia Riboni, Xenia Guhl and Nicole Schwarz

In einer umfangreichen Untersuchung widmen sich Dieter Maurer und Claudia Riboni den frühesten Zeichnungen und Malereien von Kindern und auf diese Weise der «untersten» Struktur des Bildhaften und Ästhetischen:
Wie erscheinen, «entstehen» Bilder? Welche Eigenschaften, Strukturen und Entwicklungen lassen sich in frühen graphischen Äusserungen beobachten? Sind frühe Bilder Produkte oder Prozesse? Sind frühe Bildmerkmale allgemein, abhängig vom Kontext ihrer Produktion, oder individuell? Worin besteht frühe bildhafte Erkenntnis und Ästhetik? Auf welche allgemeinen Bestimmungen von «Bild» oder «Bildern» verweist die Bildgenese? Auf welche allgemeinen Aspekte des frühen symbolischen Verhaltens verweisen frühe Bilder?
Die Ergebnisse ihrer Forschung an der Zürcher Hochschule der Künste werden fortlaufend im Rahmen der Reihe, deren vierter Band hier vorliegt, veröffentlicht.

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Einführung S. 7–12

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Band 4 7 Einführung gibt eine Übersicht über Inhalt und Gliederung dieses vierten Bandes und spricht den beteiligten Persönlichkeiten und Institutionen den ihnen gebührenden Dank aus. Wie Bilder «entstehen» 8 Band 4 9 Einführung Prozess und Produkt Wir nehmen an: So wenig wie Bilder in ihrer gesamten Geschichte, die sie durchlaufen haben, anfänglich und hauptsächlich Abbilder waren und Ornamente als mindere und nebensächliche Verzierungen ablei- ten liessen, welche erst in der modernen Kunst als Abstraktes Eigenständigkeit zu erlangen vermochten, so wenig waren Bilder anfänglich und hauptsächlich Produkte, deren Erzeugung ausgeblendet oder allen- falls als Kennzeichen einer Kunstfertigkeit zum Aus- druck gebracht werden sollte, welche ihrerseits erst in der modernen Kunst als Prozessuales und «Pro- cess Art» Eigenständigkeit zu erlangen vermochte. So wie – bis anhin – das Abstrakte vor und dann in und neben dem Abbild sein muss, so auch der Pro- zess vor und dann in und neben dem Produkt. Je das Eine inhärent im Anderen. Morphologie Die Untersuchung und Beschreibung von Bildmerk- malen und ihrer Entwicklung in der Ontogenese – in der Regel als Erscheinungen der «Kinderzeichnung» verstanden und entsprechend benannt – hat immer schon auf eine allgemeine Struktur der Bildentwick- lung hingewiesen. In Hinsicht auf die frühesten bildlichen Äusserungen von Kindern – meistens als «Kritzeleien» bezeichnet hat sich aber in der Literatur keine einheitliche Dar- stellung und Auffassung dieser Struktur ausgeformt, was uns zu einer breit angelegten Reexamination frühester Bilder veranlasste. Die Gründe, die Frühzeit des...

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