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Rückblicke und neue Perspektiven – Miradas retrospectivas y nuevas orientaciones

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Edited By Marta Fernandez Bueno, Miriam Llamas Ubieto and Paloma Sanchez-Hernandez

Angesichts der neuen Herausforderungen, denen die Geisteswissenschaften und insbesondere die Germanistik ausgesetzt sind, versteht sich dieser Kongressband als ein Überblick über die aktuellen und künftigen Forschungsperspektiven in den Bereichen der germanistischen Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft, jedoch unter starker Berücksichtigung der Beziehung zur Vergangenheit. Die Aufsätze gehen auf die 13. Germanistenwoche zurück, die im Januar 2011 in Madrid stattfand. In dieser Hinsicht widmet sich ein großer Teil der Beiträge dem Thema des NS-Exils und der Exilforschung. Sie bilden eine erste Sektion, während die zweite Sektion sprachwissenschaftliche Arbeiten beinhaltet und die dritte literatur- und kulturwissenschaftliche Aufsätze anbietet.
A la luz de los nuevos desafíos que encaran las Humanidades, y muy especialmente la Germanística, este volumen brinda una panorámica de las perspectivas de investigación actuales y futuras en los estudios literarios, culturales y lingüísticos, dando además cumplida cuenta de hitos pasados. El libro recoge los resultados de la XIII Semana de Estudios Germánicos
celebrada en Madrid en enero de 2011. Una serie de contribuciones se centran en el tema del exilio y su investigación. Estos artículos conforman una primera sección, en tanto que la segunda comprende trabajos de índole lingüística y la tercera, ensayos sobre estudios literarios o culturales.

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LITERATUR/LITERATURA 523

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LITERATUR/LITERATURA JORGE BLAS RELAÑO „Illusionen werden eigentlich nie zerstört“: Sprachskepsis und Neue Mythologie bei Fritz Mauthner In seinen Vorlesungen über die Neue Mythologie geht es Manfred Frank darum, weder Inhalt noch Syntax, sondern die so genannte „kommunikative Funktion“ des Mythos zu untersuchen. Frank geht es also um „die Art von gesellschaftlicher Handlung, die im Mythener- zählen zum Ausdruck kommt“, eine Handlung, die darin bestehe, den Bestand und die Verfassung der Gesellschaft, „durch einen obersten Wert zu beglaubigen“ (Frank 1982: 77). Diese „pragmatische Leis- tung des Mythos“ ist für Frank diejenige, die in Herders sowie in den frühromantischen Mythenkonzeptionen in den Vordergrund dränge (1982: 77), zumal sich die postaufgeklärte Gesellschaft nach dem Triumph vom dem, was Frank den rationalistischen „Geist der Analy- se“ nennt (1982: 112), mit der Zersetzung sämtlicher metaphysischer (mythischer) Positivitäten ihres legitimen Bodens selbst beraubt hätte (Frank 1988: 10-11). Obwohl der deutschböhmische Romancier und Philosoph Fritz Mauthner (1849-1924) keine Kritik der Mythologie, sondern bekannt- lich eine erkenntnistheoretische Kritik der Sprache anthropologischen Zuschnitts betrieb, ging es ihm bei seinen sprachphilosophischen Überlegungen um Ähnliches wie Hamann, Herder und später den Frühromantikern. Die Art von gesellschaftlicher Handlung, die bei der sprachlichen Überlieferung nämlich zustande kommt, oder anders formuliert: die sozialkommunikative Funktion der Sprache, deren pragmatische Leistung im gesellschaftlichen Kontext, bildet den Grundkern von Mauthners lebenslanger Beschäftigung mit Sprache sowie den Ausgangspunkt für seine dreibändigen, nicht immer wider- spruchsfreien Beiträge zu einer Kritik der...

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